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Barmstedter Zeitung

12. Dezember 2017 | 02:33 Uhr

Barmstedt : Politik will mehr Tempo-30-Zonen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Bauausschuss einigt sich auf ein Geschwindigkeitskonzept für die gesamte Stadt. Der Kreis muss den Vorschlägen zustimmen.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Wo soll in Barmstedt Tempo 30 gelten, wo weiterhin Tempo 50? Mit diesen Fragen hat sich jüngst erneut der Bauausschuss befasst. Ergebnis der Beratung: Auf den Aus- und Einfallstraßen soll weiterhin 50 gefahren werden dürfen. Auf mehreren innerörtlichen Straßen dagegen – etwa Sielberg, Sandberg, Marktstraße und Große Gärtnerstraße – würde die Politik gern Tempo 30 einführen. Über die entsprechenden Vorschlägen soll die Verwaltung jetzt mit der Straßenverkehrsbehörde des Kreises sprechen. „Damit ist aber nicht gesagt, dass alles so durchkommt, wie wir es uns wünschen“, sagte Fachamtsmitarbeiter Dirk Rennekamp.

Eine grundsätzliche Frage warfen die Grünen auf: Es sei zu überlegen, auf allen Barmstedter Straßen Tempo 30 einzuführen, sagte Claus-Peter Jessen. „Der Kreis verschließt sich dem nicht mehr, und wir sollten mit Denkverboten aufhören.“ Ein generelles Tempo-30-Gebot könne zu Lasten des Verkehrsflusses gehen, gab Axel Schmidt (FWB) zu bedenken. „Dort, wo es sinnvoll ist, kann man es machen – aber nicht generell. Wir müssen auch an die Autofahrer denken.“ Annette Bremer-Wilms (SPD) sah es ähnlich. „In Wohngebieten ist 30 okay, aber auf den Ein- und Ausfallstraßen muss der Verkehr vernünftig fließen.“ Der Verkehrsfluss werde nicht durch das Tempo beeinflusst, entgegnete Jessen.

Über die Königstraße – für die die Anwohner seit langem Tempo 30 fordern – werde gesondert beraten, beschlossen die Politiker. Es sei nicht nachvollziehbar, dass auf der Königstraße im Innenstadtbereich Tempo 20 gelte, „aber bei uns nicht“, sagte ein Anwohner. Das sei einst durch einen Bürgerentscheid zustande gekommen, erklärte Ortwin Schmidt (CDU). „Aber an sich ordnet der Kreis die Geschwindigkeiten an.“ Anwohner Matthias Bornholdt schlug vor, in Höhe der Sparkasse einen Zebrastreifen oder eine Ampel einzurichten. „Das müsste geprüft werden, ginge aber in einer Tempo-30-Zone nicht“, erklärte Schmidt.

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