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Radfahren in Barmstedt : Politik sieht Gefahren und Verbesserungsbedarf

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Politiker schwangen sich auf ihre Drahtesel und steuerten – unter der Leitung des Ausschussvorsitzenden Ortwin Schmidt (CDU) – zwei neuralgische Punkte an.

Barmstedt | Welche Stellen in Barmstedt sind für Radler besonders heikel? Dieser Frage hat sich der Barmstedter Bauausschuss am Montagabend angenommen – und zwar radelnderweise: Die Politiker schwangen sich auf ihre Drahtesel und steuerten – unter der Leitung des Ausschussvorsitzenden Ortwin Schmidt (CDU) – zwei neuralgische Punkte an: den kleinen Marktplatz in der Innenstadt und die Mühlenstraße.

Vor der ehemaligen Hypo-Vereinsbank am Kleinen Markt würden viele Radler in beiden Richtungen auf dem Gehweg fahren, sagte Schmidt. „Das ist aber nicht nur verboten, sondern hat auch schon zu vielen extrem gefährlichen Situationen geführt.“ Nur Kinder unter elf Jahren dürften auf einem Gehweg radeln – alle anderen müssten die Fahrbahn nutzen. Was, wenn sie vom Rathaus in Richtung Brunnenstraße wollen, einen Umweg über die grauen, etwas weniger glatt gepflasterten Bereiche bedeutet – den viele offenbar vermeiden wollen.

An der Mühlenstraße stellt sich ein anderes Problem: Der beidseitig befahrbare Radweg auf der östlichen Seite weise „erhebliche Mängel“ auf und müsste erneuert werden, sagte Schmidt. Doch die Frage, wo die Radler künftig fahren könnten, konnten die Politiker nicht lösen. Es gebe drei Ideen, aber keine sei umsetzbar, sagte Schmidt.

Drei Ideen – drei Probleme

Erste Idee: einen Radweg auf der westlichen Seite der Mühlenstraße anlegen. Problem: „Der Gehweg ist dort recht schmal, und es gibt zwei Häuser, die direkt an ihn grenzen – da könnten die Bewohner dann mit den Radlern kollidieren, wenn sie aus der Tür treten“, so Schmidt. Zweite Idee: einen Radstreifen auf der Fahrbahn einrichten. Problem: „Es dürften da keine Autos mehr parken, was wiederum zum Rasen verführen könnte.“ Dritte Idee: den östlichen Radweg erneuern, etwas verbreitern und für beide Fahrtrichtungen zulassen. Problem: „Das wird ziemlich teuer.“

Eine gute Nachricht hatte dann noch Dirk Rennekamp (Verwaltung): Der Kreis – der für den Ausbau der Mühlenstraße (K  2) zuständig ist, werde eventuell doch den Radweg erneuern, sagte er. Bislang war das nicht vorgesehen. „Jetzt denken sie darüber nach. Aber es könnte auch für uns Kosten bedeuten“, sagte Rennekamp. Auch die Verlängerung des Gehwegs auf der westlichen Seite bis zum „Landkrog“ sei im Gespräch. Der Ausbau ist für 2016 geplant.

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erstellt am 29.Apr.2015 | 12:15 Uhr

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