Ellerhoop : Politik setzt auf digitale Arbeit

So könnte in Zukunft die Arbeit der Ellerhooper Gemeindevertreter aussehen.
So könnte in Zukunft die Arbeit der Ellerhooper Gemeindevertreter aussehen.

Die Ellerhooper Gemeindevertreter nutzen künftig Tablets für Sitzungen. Die Unterlagen sind somit immer vorhanden.

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22. September 2018, 16:00 Uhr

Ellerhoop | Auf stapelweise Sitzungsunterlagen und Papierberge möchten die Ellerhooper Politiker in Zukunft verzichten. Die Gemeindevertreter haben sich während ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend einhellig dafür ausgesprochen, künftig Tablets für die Sitzungsarbeit zu nutzen. Doch wie genau funktioniert ein Tablet, und was kann der Nutzer damit anfangen? Diese Fragen hat Jürgen Roggow vom IT-Zweckverband Schleswig-Holstein kommunit den Kommunalpolitikern im Vorfeld beantwortet.

„Momentan bekommen Sie ihre Sitzungsunterlagen zugeschickt und müssen den Papierstapel dann mitschleppen. In einem Tablet haben Sie alle Unterlagen zusammen“, erläuterte Roggow. Gleichzeitig würde das aufwendige Suchen nach alten Sitzungsvorlagen und Notizen entfallen. Ein weiterer Vorteil: Die Gemeindevertretung kann über das Tablet auch auf das Ratsinformationssystems Allris zugreifen.

Die Kosten je Gerät und Schutzhüllen einschließlich einer Einweisung durch einen Mitarbeiter des Zweckverbands betragen 8,75 Euro pro Monat. Mit Ende der Wahlperiode nach 60 Monaten geht das Gerät automatisch in den Besitz der Gemeinde über.

Erst ein wenig skeptisch, waren am Ende jedoch fast alle Ellerhooper Gemeindevertreter von der digitalen Arbeitsweise überzeugt. „Die Knackpunkte wurden jetzt geklärt, und ich habe keine Bauchschmerzen mehr bei der Sache. Ich denke, dass es gut funktionieren wird und wir eine Menge Papier dadurch einsparen können“, sagte Regina Resch-Jansen (FWV). Ihr sei es besonders wichtig gewesen, Notizen und Anmerkungen auf die Sitzungsvorlagen schreiben zu können. „Das ist ja offensichtlich möglich“, sagte sie. Frank Möller (CDU) nutzt bereits seit einiger Zeit während der Sitzungen ein Tablet. „Es ist mit Sicherheit für viele eine Umstellung, aber es lohnt sich“, berichtete er aus Erfahrung. Auch Bürgermeisterin Wiebke Uhl (CDU) ist von der Nutzung überzeugt. „Ich kann es aber auch verstehen, wenn jemand es nicht nutzen möchte. Deswegen sollten wir es auf freiwilliger Basis anbieten“, so Uhl. In Zukunft müsse auch überlegt werden, wie mit bürgerlichen Mitgliedern umgegangen werde, und auch sie mit Tablets ausgestattet werden.

Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter die finanziellen Mittel in Höhe von insgesamt 6300 Euro einzustellen. Die Nutzung bleibt den Politikern jedoch freigestellt. Von den 13 anwesenden Gemeindevertretern haben sich zwölf noch an diesem Abend für das Tablet entschieden.

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