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Barmstedt : Politik lehnt Parkplatz-Pläne ab

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Eine Neugestaltung der Fläche vor dem Hallenbad würde 250.000 Euro kosten. Der Stadtwerkeleiter regt die Einführung von Parkgebühren an.

Barmstedt | Laternen in Schieflage. Verkümmerte Rabatten. Abgetretene Treppenstufen. Der Parkplatz und der Eingang zum Barmstedter Hallenbad bieten kein besonders einladendes Bild. „Es sieht alles ein bisschen schedderig aus“, findet Barmstedts Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth. Er würde das gern ändern und stellte im Werkausschuss einen Gestaltungsvorschlag vor, den ein von ihm beauftragtes Planungsbüro erarbeitet hatte.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, auf dem Parkplatz eine Einbahnstraßenregelung einzuführen und einen Fußweg anzulegen, der rund um den Platz führt. In der Mitte könnte eine Multifunktionsfläche für Wohnmobile, Zelte oder kleinere Veranstaltungen entstehen – der jedoch mehrere der zurzeit 78 Parkplätze zum Opfer fallen würden.

Außerdem regte Freyermuth an, zumindest für längeres Parken Gebühren zu erheben. „So könnte man dem Wunsch aus Kiel nachkommen und gleichzeitig das Problem der vielen Dauerparker in den Griff bekommen.“ Besonders an den Wochenenden würden viele Besucher des angrenzenden Seniorenheims und der nahe gelegenen Kleingärten die Stellplätze blockieren, sagte er. „Die könnten auch auf dem Parkplatz an der Seestraße stehen. Das halte ich durchaus für zumutbar.“

Die Politiker teilten grundsätzlich Freyermuths Auffassung, sahen aber die Kosten für die Neugestaltung – etwa 250.000 Euro – als zu hoch an. „Das ist ein Luxusproblem, das können wir uns nicht leisten“, sagte Petra Krämer (SPD). Dietrich Tetz (CDU) dagegen votierte für eine Neugestaltung. „Wenn man da nichts tut, bleiben irgendwann die Gäste weg.“ „Aber woher sollen wir das Geld dafür nehmen?“, fragte Reimer Karstens (FWB). Auch das Seniorenheim – das sich als Anlieger ebenfalls an den Kosten beteiligen müsste – habe „keinen Cent dafür übrig“. Statt alles auf einmal zu verändern, könnten die Arbeiten abschnittsweise erfolgen, schlug er vor. „Am wichtigsten sind die Einfahrt zum Parkplatz und der Eingang zum Hallenbad.“

Geld für die Neugestaltung habe keiner, sagte Jürgen Busse (SPD). Aber wenn etwas zur Attraktivitätssteigerung getan werden solle, reiche der Hallenbadparkplatz nicht aus. „Dann brauchen wir ein Konzept für alles rund um den See.“ Der Parkplatz am Restaurant „Zum Bootssteg“ etwa sehe „noch viel schlimmer aus als der vor dem Hallenbad“. Für ein Gesamtkonzept gebe es „ja vielleicht sogar Zuschüsse von der EU oder vom Holsteiner Auenland“.

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erstellt am 22.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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