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Lärmschutzwände in Westerhorn : Politik befürwortet Projekt der Bahn

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Mitglieder des Westerhorner Verkehrsausschusses haben einstimmig für die Pläne der Bahn votiert. Die Arbeiten zum Bau der neuen Lärmschutzwände starten voraussichtlich 2018.

Westerhorn | Die Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecke in Westerhorn rücken einen Schritt näher. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses votierten am Montagabend einstimmig für das Projekt. Drei Meter hoch sollen die Schutzwände werden. Geplant sind sie dort, wo Häuser dicht an der Strecke stehen. Das betrifft laut Bahn die Straßen Am Beek, Im Hufeisen und Gärtnerstraße (diese Zeitung berichtete). Auch Schallschutzfenster für etliche Anlieger sind vorgesehen. Der Ausschussvorsitzende Harry Unger taxiert die Bauarbeiten auf „einen Zeitraum Richtung 2018“.

Kosten kommen bei den geplanten Lärmschutzwänden und Schallschutzfenstern auf die Gemeinde nicht zu. Der Bund stellt seit 2007 jedes Jahr Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro für die Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen zur Verfügung. Nachdem in den vergangenen Jahren an der Strecke Hamburg–Kiel der Abschnitt von Hamburg-Altona bis zur Haltestelle in Horst an der Reihe war, hat nun die Planungsphase für den Abschnitt von Horst bis kurz hinter Neumünster begonnen.

Die Verkehrsausschuss-Mitglieder stimmten den Planungen grundsätzlich zu. Als nächstes muss nun die Gemeindevertretung ihr Okay geben. Dann soll das von der Bahn beauftragte Ingenieurbüro in Zusammenarbeit mit der Bahn in einer Öffentlichkeitsveranstaltung den Einwohnern die Pläne vorstellen und über die weitere Vorgehensweise informieren.

Unabhängig von den Schutzwänden soll auch ein neuer Fahrradständer am Haltepunkt Dauenhof entstehen, der Platz für mindestens 20 Räder bieten soll. „Auf der westlichen Seite des Bahnübergangs sind nur sehr wenige Fahrradständer vorhanden, obwohl der Bedarf sehr viel höher ist“, sagte Unger. „Das sieht man schon daran, dass viele Fahrräder wild geparkt werden und an den Zäunen und Abgrenzungen zur Bahn angeschlossen werden.“ Abhilfe schaffen würde hier ein Fahrradständer mit Überdachung.

Kommunen können für entsprechende Anlagen Finanzmittel des Landes Schleswig-Holstein einwerben. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein verwalte diese Mittel und entscheide über ihre Vergabe. „Eine Förderung kommt al  lerdings nur dann in Frage, wenn die Kosten den Betrag von 10  000 Euro überschreiten“, so Unger. „Dann jedoch zu 75 Prozent“. Zusätzlich zu dieser Förderung käme für Westerhorn durch die Metropolregion Hamburg eine weitere Förderung in Höhe von 50 Prozent des restlichen Eigenanteils in Frage.

Der Ausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung einstimmig, eine überdachte Fahrradständer-Anlage aufzustellen und Fördermittel zu beantragen. Westerhorn rechnet bei Ausschöpfung aller Zuschüsse mit einem verbleibenden Eigenanteil in Höhe von etwa 1500 Euro.

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