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Waldjugend in Barmstedt : Planungen reichen über das Jahr hinaus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Versammlung der Gruppe „Storchenhorte“: Es wird immer schwieriger, neue Mitglieder zu gewinnen.

Eine umfangreiche Tagesordnung handelte die Barmstedter Gruppe „Storchenhorte“ im Landesverband Nord der Deutschen Waldjugend während ihres Gruppenthings (Versammlung) ab. Schauplatz war die Hütte („Storchenhorte“) auf dem Vereinsgelände, wo sich immerhin 13 von 24 Mitgliedern einfanden.

Mit dabei waren selbstverständlich auch die beiden Gruppenleiter Michael und Katja Pohl. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt stellte die Aufnahme eines neuen Mitglieds dar – eine Zeremonie, die sich, wenn es nach den beiden Köpfen geht, nach Möglichkeit im neuen Jahr noch oft wiederholen soll: Sie planen nämlich, verstärkt um Mitglieder zu werben. Ein Pfund, mit dem sie wuchern können, ist die Gemeinschaft beziehungsweise das Gemeinschaftserlebnis, Lager und Lagerleben und die starke Verbindung zur Natur. Laut Michael Pohl wird es zusehends schwieriger, junge Menschen für einen Verein, also auch für die Waldjugend, zu gewinnen. „Es gibt viele Freizeitangebote, also große Konkurrenz. Außerdem halten sich die Kinder immer länger in der Schule auf und haben somit weniger Freizeit.“

Trotzdem ist er, ebenso wie seine Frau Katja optimistisch, was die Zukunft der Waldjugend betrifft. Als Ziel haben sie die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedern in einem überschaubaren Zeitraum anvisiert.

Das Jahr 2013 war, wie der Bilanz der beiden Gruppenleiter zu entnehmen war, bewegt, aufregend und spannend. Dazu trugen unter anderem die Teilnahme an verschiedenen Lagern in der Region sowie auf Landes- und Bundesebene sowie an dem Wettbewerb der „Initiative mit Pfiff“ bei. Dies soll im neuen Jahr fortgesetzt werden. „Wir spielen mit dem Gedanken, ein weiteres Feuchtbiotop zu schaffen – und zwar auf einer Ausgleichsfläche der Stadt Barmstedt“, so Michael Pohl. „Allerdings ist das Projekt noch nicht in trockenen Tüchern: Es muss erst noch offiziell genehmigt werden.

Die Deutsche Waldjugend (DWJ) ist die Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Diese wurde 1947 gegründet und gilt in Deutschland als erste Bürgerinitiative im Natur- und Umweltschutz. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, den Zerstörungen in den deutschen Wäldern nach dem Zweiten Weltkrieg Einhalt zu gebieten und die Waldbestände wieder neu aufzubauen. An die SDW angelehnt arbeiteten bald zahlreiche Jugendgruppen. Diesen gab Klaus Gundelach am 21. Februar 1957 in Schleswig-Holstein den Namen „Deutsche Waldjugend“ und eine einheitliche Satzung, die in ihren Grundzügen heute noch Richtschnur der Verbandsarbeit ist. Gründungsväter waren dabei neben Forstleuten, die erkannt hatten, wie wichtig Umwelterziehung für die Jugend in Zukunft sein würde, vielfach Lehrer, die man heute als Umweltpädagogen bezeichnen würde.

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