2016 dreht sich vieles um die Bahn : Planungen für Lärmschutzwände in Westerhorn gehen in diesem Jahr weiter

So sah der Bahnübergang an der Bahnhofstraße vor der Modernisierung aus. Mittlerweile ist die Anlage vollständig automatisiert worden.
So sah der Bahnübergang an der Bahnhofstraße vor der Modernisierung aus. Mittlerweile ist die Anlage vollständig automatisiert worden.

Leiser soll es werden an der Bahnstrecke zwischen Elmshorn und Neumünster. Ob die Lärmschutzpläne der Bahn bereits 2016 umgesetzt werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

shz.de von
06. Januar 2016, 00:32 Uhr

Westerhorn | In Westerhorn dreht sich in 2016 vieles um die Bahn: Leiser soll es werden an der Bahnstrecke zwischen Elmshorn und Neumünster. Ob die Lärmschutzpläne der Bahn bereits 2016 umgesetzt werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Drei Meter hoch sollen die Schutzwände einmal werden. Geplant sind sie dort, wo Häuser dicht an der Strecke stehen. Auch Schallschutzfenster für etliche Anlieger sind vorgesehen. Der Verkehrsausschuss-Vorsitzende Harry Unger taxiert die Umsetzung der Bauarbeiten auf „einen Zeitraum Richtung 2018“.

Der Bund stellt seit 2007 jedes Jahr Haushaltsmittel in Höhe von hundert Millionen Euro für die Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen zur Verfügung. Nachdem in den vergangenen Jahren an der Strecke Hamburg-Kiel der Abschnitt von Hamburg-Altona bis zur Haltestelle in Horst an der Reihe war, hat nun die Planungsphase für den Abschnitt von Horst bis kurz hinter Neumünster begonnen. Westerhorns Gemeindevertreter stimmten den Planungen grundsätzlich zu. Gebaut werden soll auch eine überdachte Fahrradständer-Anlage am Haltepunkt Dauenhof. Westerhorn hofft hier auf Fördermittel durch das Land Schleswig-Holstein und die Metropolregion Hamburg.

Bereits abgeschlossen wurde im Oktober die Modernisierung des Bahnübergangs an der Bahnhofstraße. Die neue Anlage arbeitet nun automatisiert – ein Gewinn an Sicherheit, so die Deutsche Bahn. Darüber hinaus wurde das Gleis 1 im Bahnhof Dauenhof saniert. Insgesamt hat die Bahn laut eigenen Angaben fast eine Million Euro in Westerhorn investiert.

Genau wie die anderen Gemeinden im Amtsbezirk Hörnerkirchen hat sich auch Westerhorn für das Ende des gemeinsamen Flächennutzungsplanes ausgesprochen. Die seit den 1970er-Jahren bestehende Planungsgemeinschaft der Gemeinden Bokel, Osterhorn, Westerhorn und Brande-Hörnerkirchen und damit auch der gemeinsame Flächennutzungsplan des Amtes Hörnerkirchen soll auf Wunsch der vier Dörfer aufgelöst werden. „Nach Auffassung der Gemeinden liegen die planerischen Voraussetzungen für einen gemeinsamen Flächennutzungsplan nicht mehr vor“, erklärte Westerhorns Bürgermeister Bernd Reimers während einer Gemeindevertretersitzung.

Die Dörfer wollen zukünftig die Möglichkeit haben, „selbstständig über ihre Gemeindeentwicklung zu entscheiden, um damit das aufwendige und zeitintensive Abstimmungsverfahren zu vereinfachen“.

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