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Barmstedter Zeitung

22. Oktober 2017 | 13:05 Uhr

Barmstedter : Piaf-Abend begeistert

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Asita Djavadi und Jan Röck erinnerten an die französische Künstlerin.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Barmstedt | „La Môme Piaf“, der „Spatz von Paris“: Unter diesem Namen wurde Edith Piaf, die kleine Sängerin mit der großen Stimme, weltberühmt. In der ausverkauften Barmstedter Kulturschusterei begeisterten die Sängerin Asita Djavadi und der Pianist Jan Röck ihr Publikum an zwei Abenden mit einer Hommage an die große Künstlerin. Die poetischen Texte über Liebe, gebrochene Herzen und Glauben klangen nicht kitschig, sondern wurden von den Künstlern glaubhaft vermittelt.

Djavadi erzählte Piafs tragisches Leben in einer schauspielerischen Darbietung,die sie mit unvergessenen Chansons wie „Je ne regrette rien“ und „Mon Dieu“ der 1963 verstorbenen Piaf kombinierte. Sie blieb dabei nicht nur auf der Bühne, sondern fand auch den Weg ins Publikum, das sie in ihren Auftritt einbezog. „Ich habe gelernt: In Barmstedt heißt es Jo und nicht Ja“, sagte die Musikerin lachend und fragte die Zuschauer, ob auch Herren im Saal seien. Die Antwort kam prompt: „Jo“. Er sei von der Impulsivität der Künstlerin begeistert, sagte Rüdiger Köhne aus Bokholt-Hanredder. Aber nicht nur die Männerwelt war von Djavadi angetan. „Sie hat eine Wahnsinnsstimme und ist besser als Edith Piaf“, schwärmte die Barmstedterin Angelika Bogdahn. „Das Schönste ist, wenn ich die Energie der Zuschauer spüre, das Publikum förmlich mitatmet und die Bühne sich dann anfühlt wie der Boden zuhause“, sagte Djavadi. Sie wolle Piaf nicht imitieren, sondern sie durch ihre eigene Persönlichkeit aufleben lassen.

Der Barmstedter Rainer Sanchez erlebte Edith Piaf 1955 live im Konzert in Paris. „Ich fühle mich heute Abend nostalgisch angehaucht“, schmunzelte er und verriet den Unterschied zwischen Djavadi und Piaf. „Piaf hatte eine rauchige Stimme. Djavadis Stimme ist kultiviert.“ „Wir genießen es, dass wir so einen Auftritt in Barmstedt erleben dürfen“, fügte Sanchez’ Ehefrau Gabriele hinzu.

Für Matthias Grütz, Betreiber der Kulturschusterei, war es nicht schwer, Djavadi und Röck nach Barmstedt zu holen. Er kennt Djavadi seit 2007, als er mit ihr zusammen in den Musicals „Camelot“ und „Der kleine Horrorladen“ auf der Bühne stand. Die zwei Konzerte in Barmstedt waren das Abschlussprojekt ihrer Tour. „Aber wer weiß, vielleicht sehen wir uns bald wieder“, sagte Djavadi. Sie gab mit Röck noch zwei Zugaben, bevor beide unter tosendem Applaus die Bühne verließen.

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