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Barmstedts Polizeichef : Peter Kroll sagt Tschüß

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Peter Kroll geht nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand – und blickt positiv zurück: „Ich war immer gern Schutzmann“.

Barmstedt | Mit einem feierlichen Empfang ist am Freitagmittag Barmstedts Polizeichef Peter Kroll in den Ruhestand verabschiedet worden. Etwa 80 Gäste – darunter Vertreter der Polizei, der Stadt, der Politik und der Umlandgemeinden sowie ehemalige Kollegen – waren seiner Einladung ins Humburg-Haus gefolgt. Ingesamt war Kroll 42 Jahre lang bei der Polizei. Die Station in Barmstedt leitete er seit 2010 (siehe Infokasten).

Dass er sich für den Polizeidienst entschieden habe, liege an seiner Sportbegeisterung und seinem Gerechtigkeitsempfingen, sagte Kroll im Gespräch mit unserer Zeitung. Er sei „immer gern Schutzmann gewesen. Der operative Dienst war mein Ding.“ Während seiner Ausbildung habe er die Demos in Brokdorf begleitet. „Das war spannend, aber die Gewaltbereitschaft der Linken hat mich erschreckt.“ Es betrübe ihn sehr, dass Pöbeleien und Respektlosigkeiten gegenüber Polizeibeamten allgemein zugenommen hätten. Auch Einsätze bei tödlichen Verkehrsunfällen – etwa 2010 an der Kampstraße, als ein Autofahrer ein Mädchen überfuhr, oder 2016 in Groß-Offenseth, wo zwei Autos frontal kollidierten – seien sehr belastend, so Kroll.

Trotz der Belastungen, die der Dienst mit sich bringe, sei Kroll „in all den Jahren immer menschlich geblieben“, sagte Pastorin Simone Pottmann aus Alveslohe. „Das ist eine hohe Leistung, denn so ein Amt kann ja auch abstumpfen.“ Auch Elmshorns Revierleiter Thorsten Buchwitz lobte den künftigen Pensionär. „Peter war universell einsetzbar.“ Kroll habe ihn früher als sein Ausbilder „fast väterlich begleitet und unsere Fahrten zur Dienststelle auch zu Ausbildungszwecken genutzt“, erinnerte er sich schmunzelnd an die gemeinsame Zeit in Pinneberg. Einen Nachfolger für Barmstedt könne er „leider noch nicht präsentieren“, so Buchwitz – eine gute Nachricht habe er aber: „Aus Kiel gab es positive Signale zur Renovierung der Dienststelle.“ Er hoffe sehr, „dass Barmstedt in den nächsten Jahren eine neue oder modernisierte Polizeiwache bekommt“, bekräftigte Kroll und ergänzte: „Die Bürger wünschen sich außerdem mehr Polizei in der Stadt.“

Am meisten werde ihm die Kommunikation mit den Bürgern, Kollegen und Vertretern der Stadt und Politik fehlen, sagte Kroll. „Das hat immer gut funktioniert und Spaß gemacht.“ Im Ruhestand wolle sich vor allem seiner Familie und seinen Hobbys widmen, sagte Kroll. „Dafür hatte ich bisher leider viel zu wenig Zeit.“ Als erstes geht es mit seiner Ehefrau in die Ferne: zum Urlaub nach Rhodos.

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erstellt am 01.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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