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Stadtbücherei Barmstedt : Personalveränderungen nach langer Zusammenarbeit

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Lydia Herdt geht nach 15 Jahren in den Ruhestand – ihre Nachfolgerin wird Claudia Kollschen.

Barmstedt | Vielen Barmstedter dürfte sie bekannt sein: 15 Jahre lang hat Lydia Herdt in der  Stadtbücherei gearbeitet. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. Ihre Kolleginnen, Büchereileiterin Sabine Jülich, Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos), sowie Herdts ehemalige Chefin Dörte Keller und ihre ehemalige Kollegin Sigrid Schirmer verabschiedeten sie mit einer kleinen Feierstunde. „Schade, dass sie geht, sie war eine zuverlässige gute Kraft“, sagte Jülich. 

„Frau Herdt kam damals als Aushilfe bei unserer EDV-Umstellung im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu uns, und wir hatten schon ein Auge auf sie geworfen, weil sie so fleißig und nett war“, erinnerte sich Keller. Herdt erhielt dann auch eine halbe Stelle in der Bücherei. „Ich bin täglich von Büchern umgeben, und jetzt komme ich endlich dazu, sie zu lesen“, freute sie sich auf den Ruhestand. Auch sonst erwartet die zweifache Mutter und dreifache Großmutter keine Langeweile: Mit ihrem Vater möchte sie angeln gehen, als Oma den Enkel  bei Fußballspielen anfeuern und die Enkelin zum Übernachten einladen und mit ihr nähen – ihr großes Hobby.

Herdt war als Kind mit ihren Eltern, die als Deutsche in der damaligen Wolgarepu-blik wohnten, nach Tjumen in Sibirien zwangsumgesie-delt worden. Dort wuchs sie auf, studierte Geschichte auf Lehramt und arbeitete als Deutschlehrerin und Verwaltungsleiterin. 1994 kam sie als Spätaussiedlerin nach Deutschland, wo sie eine kaufmännische Ausbildung absolvierte und in einer Verwaltung in Hamburg und als Übersetzerin arbeitete.

Herdts Teilzeitstelle in der Bücherei wird ab Juli Claudia Kollschen  übernehmen. „Sie hat sich im Bewerbungverfahren  gegen fast 30 Mitbewerber durchgesetzt“, so Jülich. Kollschen ist gelernte Buchhändlerin und hat Literaturwissenschaften und Soziologie studiert. Sie ist freiberufliche Autorin sowie als Stadtführerin in Barmstedt und in der Arbeitsgruppe zur „Barmstedter Lesezeit“ des Stadtmarketings aktiv.

Rund 6000 Euro hat der Einbau einer Klimaanlage in der Stadtbücherei im vergangenen Jahr gekostet – eine Investition, die sich „mehr als gelohnt hat“, wie Einrichtungsleiterin Sabine Jülich gestern  feststellte. „Endlich sind die Zeiten mit drückenden 31 Grad Raumtemperatur im Sommer vorbei, als noch Mitarbeiter und Kunden kollabierten und man eigentlich nur schnell wieder raus wollte“, sagte sie.  Auch viele Besucher hätten gestern – bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad – erfreut reagiert. „Oh, hier kann man es ja gut aushalten, meinten sie“, so Jülich – und empfiehlt: „Jetzt muss  keiner mehr in die Molkerei-Produkte-Abteilungen der Supermärkte abwandern – kommt einfach in die Bücherei, wenn es draußen zu heiß wird.“
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erstellt am 24.Jun.2016 | 13:00 Uhr

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