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Barmstedter Zeitung

22. August 2017 | 17:38 Uhr

Barmstedt : Parkplätze statt Bäume?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Am Weidkamp sollen sechs Eichen fallen, um Parkbuchten zu schaffen. Die Politik entscheidet am Montag.

Barmstedt | Verliert der Weidkamp sein grünes Gesicht? Wenn der Wunsch der Anwohner umgesetzt wird, müssen sechs Eichen gefällt werden, um Platz für vier Parkbuchten zu schaffen. Bislang säumen 15 Eichen die Straße. „Aus planerischer Sicht ist das Fällen sogar sinnvoll, denn die anderen Bäume könnten sich dann besser entwickeln“, sagte Ingenieur Joachim Urbat, der den Anwohnern die Ausbaupläne während eines Info-Abends vorstellte. Die Parkbuchten würden in unregelmäßigen Abständen zwischen den Einmündungen des Krütz- und des Jittkamp entstehen. Falls es rechtlich zulässig ist, könnte noch eine weitere kurz hinter dem Einmündungsbereich des Krützkamp gebaut werden. „Das lassen wir gerade prüfen“, sagte Dirk Rennekamp (Verwaltung).

Hauptgrund für den Wunsch nach Parkbuchten ist der Umstand, dass der Krützkamp häufig einseitig zugeparkt ist. „Dann wird es bei Gegenverkehr natürlich schwierig“, so Rennekamp – zumal, da die zurzeit etwa 5,90 Meter breite Fahrbahn nach dem Ausbau etwas schmaler sein wird. Vorgesehen sind bisher 5,50 Meter, „aber auch das wird nochmal überarbeitet“, sagte Rennekamp. Eventuell könnten es 5,70 oder 5,80 Meter werden. Die Breite des nördlichen Gehwegs würde entsprechend angepasst; der Gehweg auf der Südseite werde zwei Meter breit bleiben.

Die Anwohner störten sich vor allem an der geplanten Aufpflasterung im Einmündungsbereich zum Jittkamp. „Ist der Hubbel da vorgeschrieben, oder kann man den noch wegdiskutieren?“, wollte eine Anwohnerin wissen. Vorgeschrieben sei er nicht, sagte Rennekamp, „aber er bremst den Verkehr ab“. Das Argument überzeugte jedoch nicht, wie die anschließende Abstimmung zeigte: Die Mehrheit der Anwohner stimmte gegen den Hubbel. Stattdessen soll der Bereich lediglich rot gepflastert werden.

Der Ausbau des Weidkamp soll im April 2015 beginnen und bis Oktober dauern. Zeitgleich soll die Gebrüderstraße ausgebaut werden – was aus Sicht der Anwohner zu einem Kampf um Parkplätze führen könnte. „Das war ja schon eine Katastrophe, als der Jittkamp ausgebaut wurde“, sagte einer der Anwesenden. Spezielle Ausweichparkplätze gäbe es nicht, erklärte Rennekamp. „Aber in der Umgebung, zum Beispiel am Nappenhorn, müssten freie Plätze sein.“

Ob die Wünsche der Anwohner berücksichtigt werden, entscheidet der Bauausschuss am Montag, 8. September (19.30 Uhr, Rathaus).

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erstellt am 06.Sep.2014 | 14:00 Uhr

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