Brande-Hörnerkirchen : Parade stattlicher Zeitzeugen

Nur die „Spitze des Eisbergs“: In mehreren Reihen präsentierten sich die historischen Traktoren in Reih und Glied an der Schierenhöhe.
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Nur die „Spitze des Eisbergs“: In mehreren Reihen präsentierten sich die historischen Traktoren in Reih und Glied an der Schierenhöhe.

Zahlreiche historische Trecker sind während eines Pfingsttreffens am Wochenende in Brande-Hörnerkirchen gezeigt worden.

shz.de von
10. Juni 2014, 12:00 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | So hat man das Veranstaltungsgelände an der Schierenhöhe 13 in Brande-Hörnerkirchen noch nicht gesehen: Dort, wo zweimal im Jahr zahlreiche Mittelalter- und Heavy-Metal-Fans ihre Kultfestivals „Hörnerfest“ und „Headbangers Open Air“ feiern und jeweils eine beachtliche Zeltstadt bauen, stieß man an diesem Pfingstwochenende an zwei Tagen auf eine fast kaum zu überblickende Technikwelt vergangener Jahrzehnte. Mehrere Dutzend historischer Trecker und andere urige Unikate wie alte Motorräder, Kutschen oder antikes Feuerwehrgerät wurden an Sonnabend und Sonntag während des zweiten „Brander Oldtimer Pfingsttreffens“ gezeigt. Auch das Wetter spielte am Wochenende mit. „Zu unserer Premiere im vergangenen Jahr hatten wir absolutes Pech“, berichtete Veranstalter Thomas Tegelhütter.

Die erste Ausgabe des „Brander Oldtimer Pfingstreffen“, zu dem die „Brander Hanomag Frünn“ einluden, war damals nahezu im Dauerregen versunken. Ganz anders erlebte man dagegen das diesjährige Spektakel: Strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen prägten bereits den Auftakt am Sonnabend.

So war es nicht verwunderlich, dass diesmal wesentlich mehr Trecker aus Nah und Fern an der Schierenhöhe einrollten, darunter unzählige schöne Exemplare wie beispielsweise der Lanz Bulldog von Helmuth Richter aus Vaale aus dem Jahr 1957 oder der Güldner von Dagmar Matzkows aus Lutzhorn, der 1962 gebaut wurde. Aber auch stattliche Vertreter der Marken Hanomag, Fendt oder Deutz tuckerten ein und präsentierten sich in Reih und Glied den Besuchern, die teilweise ebenfalls eine weite Anfahrt auf sich genommen hatten, um dieser doch überaus beeindruckenden Parade landwirtschaftlicher Zeitzeugen beizuwohnen.

So auch Richard Kerner aus der Nähe von Rendsburg, der offensichtlich von jedem Trecker auf dem Veranstaltungsgelände ein Foto machte. „Es ist einfach toll zu sehen, dass es noch so viele Traktoren aus den vergangenen Jahrzehnten gibt. Sie sind alle top restauriert und werden liebevoll gepflegt. Schade, dass sie den Anforderungen der heutigen Landwirtschaft nicht mehr gewachsen sind. Sie im Alltag bei der Arbeit zu sehen kommt leider nur noch selten vor“, so der bekennende Trecker-Fan, der daheim selber noch über einen Oldie verfügt und zwar einen Fendt Farmer E 1 aus dem Jahr 1969 – natürlich „voll funktionstauglich“ wie er versicherte.

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