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Barmstedter Zeitung

13. Dezember 2017 | 02:51 Uhr

Ökokonto: Flächen werden knapp

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

AusgleichFür das neue Gewerbegebiet und zwei Neubaugebiete fehlen der Stadt Kompensationsflächen / Kein Baugebiet am Friedhof

shz.de von
erstellt am 28.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Barmstedt gehen die Ausgleichsflächen aus: Für das neue Gewerbe- und zwei neue Wohngebiete reichen die auf dem Ökokonto verfügbaren Flächen nicht mehr. Wie die Verwaltung auf Wunsch der Politik ermittelt hat, stehen auf dem Konto zurzeit noch etwa 5,7 Hektar. Davon werden etwa drei Hektar für bereits realisierte oder gerade im Entstehen befindliche Baugebiete benötigt (siehe Info-Kasten). Die verbleibenden etwa 2,7 Hektar würden schon für das neue Gewerbegebiet an der Lutzhorner Landstraße (K2) nördlich des Friedhofs nicht ausreichen, so die Verwaltung. Da zu erwarten sei, dass die etwa 11,5 Hektar große Fläche stark versiegelt werde, müsse die Stadt „mit mehr als fünf Hektar Ausgleichsfläche rechnen“.

Zwar könnten die bestehenden Ausgleichsflächen laut Verwaltung durch den Kreis aufgewertet werden, doch reichen dürfte es dennoch nicht: „Für die Umsetzung aller geplanten Maßnahmen werden zusätzliche Flächen benötigt“, heißt es in der Vorlage. Die Verwaltung müsse daher weitere Flächen generieren, sagte Peter Gottschalk (FWB), der den Sachstand während der jüngsten Stadtvertretersitzung vorstellte. Von den derzeit vorhandenen 5,7 Hektar befinden sich zwei am Heederbrooksbach im Bereich des Gymnasiums und 3,7 am Sielberg.

Zwei weitere mögliche Wohngebiete wurden von den Stadtvertretern vorerst aus dem Flächennutzungsplan (F-Plan) gestrichen: eine Fläche östlich des Friedhofs und eine Fläche westlich der Lutzhorner Landstraße nördlich des Steinmoorwegs. Dort hätte zudem eine Teilfläche für die Ansiedlung eines Einzelhändlers ausgewiesen werden sollen. Das Gebiet östlich des Friedhofs sei wegen des Artenreichtums ökologisch „relativ wertvoll“, hatte Stadtplanerin Anne Nachtmann im Bauausschuss erklärt. Daher habe es „von vielen Seiten Einwände gegen eine Wohnbebauung gegeben“. Hinzu komme, dass die Fläche „außerhalb der klaren Siedlungsgrenze liegt“, so Nachtmann.

Das Gebiet an der Lutzhorner Landstraße stellten die Politiker zurück. Die Untere Bodenbehörde sähe „Probleme mit möglichen Altlasten, die wir untersuchen lassen müssten“, erklärte Ortwin Schmidt (CDU). Daher sei es sinnvoller, die Fläche erst einmal zurückzustellen, „bis die Pläne konkreter werden“.

Eine weitere Änderung betrifft einen Streifen westlich der Brunnenstraße und südlich der Straße Beim Reihergehölz: Dort könnte theoretisch Wohnbebauung entstehen. Allerdings steht dort zum Teil Wald, weshalb für Bebauung nicht so viel Platz bleibe, wie Nachtmann erklärte. Die Politiker stimmten dennoch für eine Änderung.

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