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Polizeistatistik : Nur wenige Unfälle mit Radlern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Polizei registrierte in 2016 nur neun Fälle in Barmstedt. Eine Fahrradfahrerin kommt bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Vor 200 Jahren schlug die Geburtsstunde des Fahrrads: Der badische Technikpionier Karl Drais hatte am 12. Juni 1817 von Mannheim aus seine historische Erstfahrt mit dem Zweirad unternommen. Seitdem ist das Rad eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel des Menschen geworden. Im Zuge einer mehrteiligen Sommer-Serie beschäftigt sich shz.de mit dem Thema „Radfahren in der Region“. Dabei geht es um die Zustände von Radwegen in Barmstedt und der Umgebung, Unfallstatistiken, Verkehrsregeln und beliebte Fahrradtouren. Auch Händler und Radler aus der Region werden zu Wort kommen. Heute im Fokus: Verkehrsunfälle und die wichtigsten Regeln für Radler.

Auch Radfahrer müssen sich laut Polizei an die zulässige Höchstgeschwindigkeit halten. Tempo 30 – wie es auf zahlreichen Straßen in Barmstedt und der Umgebung gerade neu eingeführt worden ist – gilt also auch für Radler. Und das manch ein Radfahrer sehr schnell werden kann, zeige der Blitzer in Bokholt-Hanredder, der laut Sascha Schmidt von der Barmstedter Polizei bereits Radler geblitzt habe. Auch Kreissprecher Oliver Carstens berichtete, dass es gerade in Tempo-30-Zonen schon Fälle gegeben habe, in denen es Fotos von Fahrradfahrern gegeben habe. Konsequenzen müssen die Fahrer aber eher nicht befürchten. Räder haben keine Kennzeichen.

Neun Unfälle in der Stadt Barmstedt in 2016, fünf im Amtsbezirk Rantzau (ohne Bilsen): Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern hält sich laut der Polizei Barmstedt in Grenzen. „Es ist relativ wenig“, sagt Sascha Schmidt, Leiter der Polizeistation Barmstedt. Im Amtsbezirk Hörnerkirchen waren es laut Statistik im selben Zeitraum vier Unfälle mit Rädern oder Pedelecs. „Es gibt einen Unterschied, ob ich mich im städtischen oder im ländlichen Raum bewege“, so Schmidts Analyse der Statistik. In der Stadt komme es grundsätzlich zu mehr Unfällen, weil das Verkehrsaufkommen höher und der Platz geringer sei.

Wie bewerten Sie den Zustand der Radwege an Kreis- und Landesstraßen in der Stadt Barmstedt sowie den Amtsbezirken Rantzau und Hörnerkirchen?

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Bei einem der Unfälle kam im vergangenen Jahr in Barmstedt zudem eine Radfahrerin ums Leben: Am 9. April hatte ein 54-Jähriger im Bereich der Einmündung Feldstraße/August-Christen-Straße eine Frau auf ihrem Rad beim Zurücksetzen mit seinem Auto erfasst. Die 77-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und starb einen Tag später im Krankenhaus.

Wie empfinden Sie die Sicherheit und Wegequaltität, wenn Sie mit dem Rad in der Stadt Barmstedt unterwegs sind?

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Klassische Schwerpunkte, an denen es immer wieder zu Unfällen komme, gebe es aber weder im Bereich der Stadt noch im Amtsbezirk Rantzau, so Schmidt weiter. Grundsätzlich gelte: „Auch ein Radfahrer ist ein Fahrzeugführer.“ Zudem unterstreicht der Stationsleiter, dass Unfälle auch von Radfahrern verursacht werden. „Verantwortlich sein kann auch jemand, der vermeintlich der schwächere Verkehrsteilnehmer ist“, sagt der Polizeichef.

Wie empfinden Sie es in punkto Sicherheit und Wegequaltität, wenn Sie mit dem Rad in den Amtsbezirken Rantzau und Hörnerkirchen unterwegs sind?

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Das könne zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Radler nicht den für ihn freigegeben Bereich benutze – also er auf dem Gehweg fahre oder in falscher Richtung auf einem Radweg unterwegs sei. Bei Radwegen auf jeder Straßenseite sei es erforderlich, den jeweils rechten zu benutzen. Und nicht nur bei Autofahrern, sondern auch bei Radfahrern würde das Benutzen von Smartphones und anderen Dingen während der Fahrt auch immer wieder Unfälle auslösen. „Wenn wir einen Verstoß beim Radfahrer feststellen“, sagt Schmidt, „dann gibt es eine Verwarnung“.

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