zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

17. August 2017 | 18:21 Uhr

Barmstedt : Notstrom für die Seniorenheime

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadtwerke wollen ein Aggregat für die Versorgung der Barmstedter Altenheime erwerben. Der zuständige Ausschuss stimmt dem Vorhaben zu.

Barmstedt | Die Stadtwerke Barmstedt sollen ein Notstromaggregat anschaffen, um im Fall eines länger andauernden Netzausfalls zumindest die beiden großen Seniorenheime versorgen zu können. Der Werkausschuss hat das Vorhaben, das etwa 165.000 Euro kosten wird, während seiner jüngsten Sitzung einstimmig genehmigt.

Die von der Bundesregierung forcierte Energiewende werde zu mehr Stromausfällen führen, sagte Heinz Jäger (Stadtwerke) der das Projekt im Ausschuss vorstellte. „Und im Seniorenheim am See wären davon 90 Bewohner und das Personal betroffen.“ Da eine Evakuierung kaum möglich sei, „bietet es sich an, sie dort zu lassen und die Stromversorgung sicherzustellen“. Das Aggregat, das mit Diesel betrieben wird, könnte auch das Seniorenheim an der Moltkestraße und die Feuerwache als „Katastrophenzentrale“ mitversorgen, so Jäger. „Es würde für mehrere Tage reichen.“ Die Dieselversorgung könne über die Tankanlage der Stadtwerke sichergestellt werden.

Das Hauptproblem der erneuerbaren Energien sei die schwankende Strommenge, sagte Jäger. „Im Sommer haben wir in Norddeutschland zu viel Energie, im Winter zu wenig.“ Schon jetzt „müssen die Versorger deshalb ständig nachregeln. Und die Leute, die das machen, haben zu Hause alle ein Notstromaggregat – und einen Ofen.“ Sollte der Strom ausfallen, „wären aber auch Dinge wie einkaufen, tanken und so ein großes Problem“, sagte Henning Behrens (CDU).

Das Notstromaggregat könnte verhindern, dass bei einem Netzausfall mehr Haushalte als nötig abgeschaltet werden müssen, sagte Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth. Bei drohenden Störungen der Versorgungslage seien Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet, die Leistung zu drosseln, um einen Totalausfall der Übertragungsnetze zu verhindern. „Und falls wir nicht tätig werden, machen das unsere Lieferanten“, ergänzte Jäger.

Vorher in der Kreisverwaltung

Das Aggregat, das die Stadtwerke kaufen könnten, stammt aus der Kreisverwaltung. „Sie brauchen es nicht mehr“, sagte Jäger. Es sei zwar schon etwas älter, „aber ein neues Gerät würde immer noch 100.000 Euro mehr kosten“. Er gehe davon aus, dass das Gerät etwa 20 Jahre halte. Es werde jedes Jahr gewartet und müsse einmal im Monat einen Testlauf absolvieren. Die jährlichen Kosten würden sich auf 5000 bis 6000 Euro belaufen.

Da der Notstrom eine hohe Ampèrezahl habe, müsse das Aggregat in der Nähe stehen, erklärte Jäger. „Als Standort bietet sich die Wiese zwischen dem Seniorenheim und der Marktstraße an.“ Dafür müsste allerdings noch der Zweckverband des Seniorenheims zustimmen. Der Container für das Aggregat, der neun Meter mal 2,5 mal 2,5 Meter sehr groß sei, könnte natürlich auch verschönert werden, betonte Jäger. 30.000 Euro der insgesamt 165.000 Euro soll die Stadt bernehmen. Die Entscheidung muss von der Stadtvertretern noch bestätigt werden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen