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Breitband-Ausbau : Nikolaus-Geschenk fürs Amt Hörnerkirchen?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Entscheidung über Breitband-Ausbau im Amtsbezirk Hörnerkirchen fällt am 6. Dezember. An den Info-Veranstaltungen zum Großprojekt herrschte großes Interesse.

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2014 | 15:00 Uhr

Bis zum 6. Dezember wird sich entscheiden, ob sich die vier Dörfer des Amtsbezirks Hörnerkirchen demnächst über ein schnelleres Internet freuen dürfen. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hatte das Amt den Breitbandausbau jüngst an die Stadtwerke Neumünster vergeben. Ziel ist es, in über 95 Prozent der insgesamt etwa 1500 Haushalte im Einzugsgebiet moderne Glasfaserkabel verlegen zu lassen. Doch die Arbeiten werden nur dann wie geplant im kommenden Frühjahr starten, wenn bis zum Nikolaustag mindestens 50 Prozent aller Haushalte entsprechende Verträge unterschrieben haben. Für viele Bürger im Amtsbereich wäre das mit Sicherheit ein tolles Nikolaus-Geschenk.

In dieser Woche fanden für Bokel, Brande-Hörnerkirchen, Oster- und Westerhorn vier Infoveranstaltungen statt. Politik, Verwaltung und die Stadtwerke Neumünster nutzten den Rahmen, um für das Breitbandprojekt kräftig die Werbetrommel zu rühren. Wie groß das Interesse seitens der Bevölkerung ist, bewiesen die vollen Säle. Allein in Bokel strömten zum Abschluss der Info-Abende am Donnerstag rund 150 Einwohner in das Ring-Hotel Bokel Mühle, um sich über die Details des geplanten Breitbandausbaus informieren zu lassen.

Bürgermeister Wolfgang Münster unterstrich in seinem Vorwort die Bedeutung des Projekts für Bokel und das Amt Hörnerkirchen. „Wir brauchen schnelles Internet“, zeigte sich Münster überzeugt. Insbesondere für die heimischen Firmen, die Jugend und potentielle Neubürger, für die zeitgemäße Internetverbindungen immer mehr zu einem wichtigen Faktor bei der Wahl des Wohnortes würden. Die Fünf-Wochen-Frist bis zum 6. Dezember bezeichnete Münster als Herausforderung. Gleichzeitig mahnte Bokels Bürgermeister, die Chance am Schopfe zu packen. „Es könnte Jahre dauern, bis ein entsprechendes Projekt ein zweites Mal realisiert wird.“

Für die Stadtwerke Neumünster übernahm der Produktmanager Telekommunikation, Martin Stadie, die Vorstellung des Breitband-Projektes. Das Amt habe „ganze Arbeit geleistet“, lobte er die Vorarbeiten. Das Amt sei es auch, dass das Glasfasernetz später einmal übernehmen solle. Die Stadtwerke würden es lediglich pachten. Schon im Vorfeld hatte Amtsvorsteher Bernd Reimers angekündigt, dass das Amt bereit sei, rund 4,2 Millionen Euro in den Bau des Netzes zu investieren. Die Stadtwerke Neumünster versorgen aktuell bereits 85 Gemeinden in Schleswig-Holstein mit schnellem Internet. Das Amt Hörnerkirchen würde für sie den ersten Schritt in den Kreis Pinneberg bedeuten.

Nachdem Stadie die Vorteile von Glasfaser gegenüber der bislang verwendeten Kupferleitungen erklärt hatte, ging es an die Details. Über das Glasfasernetz könnten die Kunden nicht nur schneller im Internet surfen, sondern auch fernsehen und telefonieren. Die angebotenen Verträge würden jeweils über 24 Monate laufen und sich – wenn keine fristgerechte Kündigung erfolgt – automatisch verlängern. Das günstigste Paket soll 40 Euro im Monat kosten, das teuerste 69 Euro. Als Bonbon bieten die Stadtwerke und das Amt kostenlose Hausanschlüsse an – vorausgesetzt, die Leitungslänge liegt bei unter 20 Metern. Dies gilt allerdings nur für Kurzentschlossene. Später könnten die Anschlüsse mit knapp tausend Euro zu Buche schlagen.

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