shz_plus
Drei Stunden lang waren die Mitarbeiter des Bauhofs gestern damit beschäftigt, die letzten Reste des Barmstedter Weihnachtsmarktes zu entfernen.

Fazit zum Barmstedter Weihnachtsmarkt : „Nichts, was man verbessern müsste“

Drei Stunden lang waren die Mitarbeiter des Bauhofs gestern damit beschäftigt, die letzten Reste des Barmstedter Weihnachtsmarktes zu entfernen.

Nach den Aufräumarbeiten am Montag ziehen die Veranstalter des Weihnachtsmarktes ein positives Fazit. Probleme gab es nur mit Falschparkern.

Exklusiv für
shz+ Nutzer

shz.de von
04. Dezember 2018, 14:00 Uhr

Barmstedt | Trotz Besucheransturms ist es beim Barmstedter Weihnachtsmarkt am vergangenen Wochenende ruhig geblieben. Laut Sascha Schmidt, Leiter der Polizeistation in Barmstedt, habe es keine Zwischenfälle gegeben, „bis auf, dass außerordentlich viel falsch geparkt wurde“. Die Besucher hätten auf Gehwegen geparkt, Parkverbotsschilder missachtet und seien sogar in die abgesperrten Bereiche gefahren. Er und seine Kollegen hätten eine Vielzahl an Strafzetteln für die Falschparker ausgestellt, allerdings nur für die „krassesten Verstöße“. Den Fokus hätten die Beamten aber darauf gelegt, die Veranstaltung zu sichern. Der Vorfall in der Nacht zum Sonnabend, bei dem ein 49-Jähriger im Streit einer 38-Jährigen die Nase gebrochen hatte, stehe nicht im Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt.

Auch die Stadt zeigt sich zufrieden: „Es gab nichts, was man hätte verbessern müssen“, sagte Marcel Holz vom Tourismus-Büro der Stadt am Telefon. Das Wetter sei zwar nicht astrein gewesen, aber immerhin besser als angekündigt. „Am Freitag und Sonnabend war es ja weitestgehend trocken. Ich denke, für die Standbesitzer hat sich der Weihnachtsmarkt gelohnt.“

Tausende Besucher schlenderten am Wochenende über den Weihnachtsmarkt.
Foto: Marek
Tausende Besucher schlenderten am Wochenende über den Weihnachtsmarkt.
 

In Bezug auf die Verkehrssituation zeigte sich Holz dafür etwas kritischer: „Vielleicht müssen wir im nächsten Jahr weiträumigere Halteverbote einrichten und diese deutlicher ausschildern.“ Autos, die richtig störten und zum Beispiel Rettungswege blockierten, würden natürlich nach wie vor umgesetzt oder abgeschleppt. Das sei in diesem Jahr aber nicht notwendig gewesen.

Neben quer stehenden Autos ist es auch oft der Müll, der die Freude am Besuch des Weihnachtsmarktes trübt. Oft werfen Besucher die leeren Tüten von gebrannten Mandeln und Schmalzgebäck oder die Pappe der Bratwurst einfach auf den Boden, statt sie fachgerecht zu entsorgen. Damit die Gäste den Gang über den Weihnachtsmarkt auch am zweiten und dritten Tag noch genießen konnten, rückte der Bauhof am Sonnabend und Sonntag für jeweils zweieinhalb Stunden aus. Außer dem achtlos weggeworfenen Unrat leerten die Mitarbeiter auch die aufgestellten Mülleimer und nahmen den Abfall der Standbesitzer mit.

48 Kubikmeter Müll: Der Abfall vom Weihnachtsmarkt füllte zwei große Container.
Foto: Pergande
48 Kubikmeter Müll: Der Abfall vom Weihnachtsmarkt füllte zwei große Container.
 

Die letzten Reste entfernten sie gestern Vormittag. Drei Stunden dauerte es, bis die Barmstedter Innenstadt wieder aussah wie vorher. Am Ende waren es laut Jörn Wölk, Leiter des Bauhofs, insgesamt 48 Kubikmeter, die in zwei großen Containern abtransportiert wurden. Dass am Wochenende tausende Menschen durch die Innenstadt schlenderten, davon ist jetzt keine Spur mehr zu sehen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen