Barmstedt : Neunter Skulpturenpark auf der Schlossinsel

Kreispräsident Burkhard Tiemann (v. l.), Künstler Jürgen Gaedek, Sängerin Petra, Künstler Piet Morgenbrodt und Karin Weißenbacher laden zur Ausstellung auf der Schlossinsel ein.
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Kreispräsident Burkhard Tiemann (v. l.), Künstler Jürgen Gaedek, Sängerin Petra, Künstler Piet Morgenbrodt und Karin Weißenbacher laden zur Ausstellung auf der Schlossinsel ein.

„Der Schwerpunkt liegt auf Stahl“. Zehn Künstler stellen über Pfingsten ihre Werke aus und stehen für Fragen zur Verfügung.

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19. Mai 2015, 10:00 Uhr

Barmstedt | Bald wird er nicht mehr allein sein: Am Pfingstsonnabend wird der Findling „Der Weg“, der auf einer Wiese zwischen dem Museum und der Galerie III auf der Barmstedter Schlossinsel liegt, einen ,Bruder’ bekommen: Bildhauer Jürgen Gaedke hat einen zweiten Stein gefertigt, den er der Stadt Barmstedt als Leihgabe zur Verfügung stellen wird. „Er ist etwas farbiger gestaltet und wird direkt vor dem Museum liegen“, so Gaedke. Aufgestellt wird das steinerne Schwergewicht im Rahmen des Skulpturenparks, der am Pfingstsonnabend, 23. Mai, eröffnet wird.

Bei der neunten Auflage der Veranstaltung werden zehn Künstler Werke aus unterschiedlichen Materialien zeigen: Die Palette reicht von Marmor und Granit über Stein und Metall bis zu Holz und kinetischen Objekten. „Der Schwerpunkt liegt diesmal auf Stahl“, erklärt Künstlerin Karin Weißenbacher, die die Freiluftausstellung zusammen mit der Stadt organisiert. Das Besondere werde wieder die Möglichkeit zum Dialog mit den Künstlern sein. „Alle werden während der drei Tage hier sein und mit den Besuchern ins Gespräch kommen“, so Weißenbacher.

Zum ersten Mal dabei ist Bettina Steinborn aus Oranienburg, die Bronzen zeigen wird. Schon häufiger dabei waren Axel Gallun aus Büdingen, Piet Morgenbrodt aus Hamburg und – als einziger Künstler aus dem Kreis Pinneberg – Peer Oliver Nau aus Ellerbek. Gaedke, der seit Anfang an dabei ist, wird in diesem Jahr vor allem Stelen zeigen. „Längliche Objekte, die drei bis vier Meter hoch sind und bis 750 Kilo wiegen“, erklärt er. Es seien aber auch wieder Nachbildungen von Menschen dabei. „Die kommen immer gut an.“ Auch Morgenbrodt setzt auf eine Mischung aus Bewährtem und Neuem. „Die Seelenschiffe dürfen nicht fehlen. Außerdem werde ich kinetische Objekte in Kreisen aufstellen, die sich im Wind bewegen. Ich lasse meine Objekte gern schweben und leicht aussehen.“

Der aufwändige Aufbau der oft mehrere hundert Kilogramm schweren Exponate läuft bereits seit mehreren Tagen. Und nach der Ausstellung wiederholt sich das Ganze sozusagen rückwärts - bis auf den zweiten Findling werden alle Objekte wieder abgebaut. Kreispräsident Burkhard Tiemann, der die Ausstellung mit eröffnen wird, hofft auf schönes Wetter. Nicht nur wegen der Kunstwerke, sondern auch im eigenen Interesse: „Dann kann ich wieder mit dem Motorrad kommen.“

Der Skulpturenpark wird am Pfingstsonnabend, 23. Mai, um 13 Uhr eröffnet. Für Musik werden am Sonnabend Jochen Nickel (Saxophon), am Sonntag Petra (Gitarre und Gesang) sorgen. Die Ausstellung ist am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr sowie am Sonntag und Montag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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