Neujahrsempfang der SPD: Genossen wollen Schwerpunkt auf sozialen Wohnungsbau setzen

Ehrung für 40 Jahre politisches Engagement für Barmstedt: 'Urgesteine' Rolf Klose (Mitte links) und Rainer Sanchez (Mitte rechts), umrahmt von ihren Parteifreunden Johanna Skalski, Dr. Ernst-Dieter Rossmann (MdB), Stefan Bolln und Hans-Christian Hansen (v. l.). Droste
Ehrung für 40 Jahre politisches Engagement für Barmstedt: "Urgesteine" Rolf Klose (Mitte links) und Rainer Sanchez (Mitte rechts), umrahmt von ihren Parteifreunden Johanna Skalski, Dr. Ernst-Dieter Rossmann (MdB), Stefan Bolln und Hans-Christian Hansen (v. l.). Droste

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07. Januar 2013, 01:14 Uhr

Barmstedt | Mit 70 Teilnehmern ging die SPD auf ihrem Neujahrsempfang im Humburg-Haus ins neue Jahr. "Diverse Wahlen werden uns in Atem halten" sagte der Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) in seiner Festansprache im Hinblick auf die anstehenden Urnengänge. Ausdrücklich würdigte er die Leistung der Kommunalpolitiker für die Gesellschaft: "Barmstedt hat einen guten Bürgermeister." Und die Anstrengungen, die die Stadt in der Sozial- und Bildungsinfrastruktur geleistet habe, seien vorbildlich. Barmstedt müsste dabei von der Bundes- und Landesebene unterstützt werden: "Wir müssen die Kommunen finanzstark halten."

Der Ortsvorsitzende Hans-Christian Hansen hat für Barmstedt im Jahr 2013 klare Vorstellungen: "Wir müssen einen deutlichen Schwerpunkt auf den sozialen Wohnungsbau setzen", vor allem im Hinblick auf den Zuzug aus Hamburg, das in diesem Jahr die teuerste Immobilienstadt Deutschlands werde. Die Sohlgleite betreffend favorisiert er die große Lösung: So ließen sich die Synergien von Tourismus und Naturschutz am besten heben.

Im Hinblick auf die schwierige Haushaltslage Barm stedts sagte Hansen: "Bund und Land müssen sicherstellen, dass die Kommunen weiter wirtschaften können." Und was kann Barmstedt selbst tun? "Wir können nicht die Finanzmittel für Vereine und Ehrenamtliche streichen" - ihr Engagement sei zu wichtig für die Stadt. Er plädiert stattdessen für eine ausgewogenere Umlage bei der Grundsteuer und für eine stärkere Beteiligung Barmstedts bei der Stadtentwicklung: "Wir müssen Gewinne aus der Ausweisung neuer Baugebiete realisieren und nicht Spekulanten."

Stefan Bolln, SPD-Landesvorstand, nutzte die Gelegenheit, um zwei "Urgesteine" zu ehren: Rolf Klose und Rainer Sanchez engagieren sich seit 40 Jahren in der Partei. "Lieber Rolf, mach weiter so" ermunterte er Klose unter Hinweis auf dessen Arbeit im Kulturverein Pfiff, der seit sieben Jahren Künstlerpersönlichkeiten zu Veranstaltungen nach Barmstedt holt. Klose: "Wir haben viele Menschen über die Parteigrenzen hinweg kennen gelernt: Das ist der größte Schatz, den wir mitgenommen haben."

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