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„Wir leben hier nicht auf einer Insel“ : Neujahrsempfang der Kirchengemeinde in Barmstedt

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zu der Veranstaltung kamen mehr als 100 Besucher. Der Bürgervorsteher thematisiert dabei auch die aktuellen Themen Terror und die Flüchtlingslage.

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Barmstedt | Im Anschluss an den Gottesdienst in der Barmstedter Heiligen-Geist-Kirche folgte am Sonntagabend der traditionelle Neujahrsempfang der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde im Gemeindehaus. Mit tatkräftiger Unterstützung des Teams der „Montagsinsel“ hatte Moritz Freudenthal, Koch aus Bokholt-Hanredder, mehrere hundert Schnittchen zubereitet. Weitere Hilfe gab es von der Jugendgruppe „The Young Revolution“, die von Pastor Raphael Steenbuck geleitet wird. Die Jugendlichen bereiteten eifrig alkoholfreie Cocktails für die vielen Besucher zu. „Wir haben mit 100 Gästen gerechnet. Aber es sind viel mehr geworden“, freute sich Martina Ladiges. Zusammen mit ihren Mitstreitern von der „Montagsinsel“ holte sie in Windeseile weitere Stühle herbei und richtete Tische her, die eigentlich für das Buffet gedacht waren, so dass am Ende niemand stehen musste.

„Ich wünsche allen gute Gespräche an den Tischen, denn das soll heute Abend im Mittelpunkt stehen“, sagte Pastor Klaus-Dieter Piepenburg zur Begrüßung. Sein Dank gelte der guten und engen Zusammenarbeit zwischen Kirche und Stadt. Ein Zeichen der Verbundenheit sei dabei, dass Bürgermeisterin Heike Döpke bei so vielen Veranstaltungen präsent gewesen sei. Darüber hinaus dankte Piepenburg den vielen Ehrenamtlichen, die so viel geleistet hätten und ohne die vieles nicht realisierbar gewesen wäre.

Lothar Dietrich vom Kirchenvorstand lobte die „Meisterleistung“ der Handwerker, die im vorigen Jahr im Dachraum der Kirche Dachsparren ausgebaut und 2000 kaputte Ziegelsteine aus dem Mauerwerk heraus gemeißelt und ersetzt hatten. „Es ist sehr schade, dass uns das Geld für den Anstrich der Kirchenbänke und für die Sanierung des Altars fehlt“, bedauerte Dietrich. Die Gestaltung des Außengeländes könne jedoch in Eigenleistung zu schaffen sein. „Vielleicht melden sich Freiwillige, die gute Ideen mitbringen“, so Dietrich.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr erwähnte Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB) den Terror der IS-Miliz und die Flüchtlingslage. „Die Terrorwarnungen von Hannover und München zeigen, dass wir hier in Deutschland nicht auf einer isolierten Insel leben“, sagt er und betonte, dass Flüchtlinge, die Schutz vor dem Terror suchten, diesen auch gewährt bekommen müssten. In Barmstedt seien zurzeit 75 Flüchtlinge untergebracht. Ebenfalls erwähnte Kahns in seiner Rede die „vielen tollen Veranstaltungen, die 2015 zum 875-jährigen Jubiläum der Stadt Barmstedt stattfanden“. Nach dem Abschlussgebet, das Pastor Steenbuck sprach, wurde das Buffet eröffnet – und die guten Gespräche an den Tischen konnten beginnen.
 

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