Westerhorn : Neujahrsempfang: Amtsvorsteher zieht Bilanz

Amt Höki investiert in die Zukunft.

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06. Januar 2015, 16:00 Uhr

Westerhorn | Zum vierten Mal haben die vier Gemeinden des Amtsbezirks Hörnerkirchen einen gemeinsamen Neujahrsklönschnack veranstaltet. Etwa hundert Gäste waren in den Westerhorner Lindenhof gekommen, um den Auftakt des politischen Jahres mitzuerleben. „Ich freue mich über den fast vollen Saal“, sagte Amtsvorsteher Bernd Reimers, der in seiner Jahresrückschau auf den ungewöhnlich engen Zusammenhalt der Hörner-Dörfer hinwies.

Das „größte Projekt“ des abgelaufenen Jahres sei der Breitband-Ausbau gewesen, so Reimers. Alle Beteiligten hätten „viel Zeit investiert“ und „bis zum letzten Tag gezittert, ob das Projekt zustande kommt“. Doch letztlich „haben uns unsere Bürger nicht im Stich gelassen“, so dass sich die Einwohner des Amtsbereiches vermutlich schon 2015 über ein deutlich schnelleres Internet freuen dürfen. Für April oder Mai rechnet Reimers mit dem Startschuss für die Bauarbeiten. Das Netz bleibe im Besitz des Amts, das es für 25 Jahre an die Stadtwerke Neumünster verpachte. Wer sich noch für kein Produkt der Stadtwerke entschieden habe, könne noch bis zum 15. Januar „einen Vertrag ohne Anschlussgebühr“ abschließen, sagte der Amtsvorsteher. Läuft alles wie geplant, können im Spätsommer 2015 die ersten Bürger das schnelle Internet nutzen.

„Noch viel Gesprächsbedarf“ sieht Reimers beim Thema A20. Zum einen verlaufe die geplante Trasse aus Sicht des Amts durch ein Naturschutzgebiet, das als Airbus-Ausgleichsfläche nicht angetastet werden dürfe, zum anderen seien die örtlichen Feuerwehren für die zu erwartenden Autobahn-Einsätze nicht gerüstet.

Erfreulich sei hingegen, dass Hökis Grundschule im Herbst ein neues Dach erhalten habe. „Wir haben dafür circa 320.000 Euro vom Amt in die Zukunft der Schule investiert“, so Reimers. Und für die Jüngsten habe man einer neuen Nachmittags-Kita-Gruppe zugestimmt. 2015 soll nun der Innenhof der Schule durch ehrenamtlichen Elterneinsatz neu gestaltet werden. Auch des seniorengerechten Wohnens will sich die Lokalpolitik annehmen.

Ein wichtiges Thema dürfte die Unterbringung von Asylbewerbern werden. „Das Amt wird wohl zwei Gebäude dafür anbieten“, kündigte der Amtsvorsteher an. Gleichzeitig äußerste Reimers den Wunsch, „die Menschen mit offenen Armen zu empfangen“, schließlich sei die Vertreibung aus der Heimat ein traumatisierendes Erlebnis.

Feiern werden in diesem Jahr die Feuerwehren im Amtsbezirk: Alle drei Wehren werden 125 Jahre alt. Am 28. Februar laden Bokel und Höki/Osterhorn ein, am 11. Juli die Feuerwehr Westerhorn.

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