Barmstedt : Neues Silo entlastet den Bauhof

Froh über die Arbeitserleichterung: Bauhof-Chef Jörn Wölk vor dem 11,80 Meter hohen Salzsilo.
Froh über die Arbeitserleichterung: Bauhof-Chef Jörn Wölk vor dem 11,80 Meter hohen Salzsilo.

Es ist mit 11,8 Metern Höhe kaum zu übersehen: das neue 30.000 Euro Silo, in dem Streusalz gelagert wird.

shz.de von
02. Januar 2015, 10:00 Uhr

Barmstedt | Der Wunsch der Barmstedter Bauhofmitarbeiter war es schon lange. Seit kurzem steht es endlich auf dem Gelände des Bauhofs am Schusterring: ein nicht zu übersehendes Salzsilo. „Für uns bedeutet es eine enorme Arbeitserleichterung, die vor allem den Rücken schont, Platz spart und weniger Arbeitszeit bindet“, freut sich Bauhofleiter Jörn Wölk.

Das Silo ist 11,80 Meter hoch, misst im Durchmesser 3,50 Meter und steht auf einem Betonfundament, das von einem örtlichen Handwerker gefertigt wurde. Wölk erklärt, wie das 30  000 Euro teure Gerät funktioniert. „Das Salz wird mit Luft durch einen Schlauch nach oben in den Behälter gepumpt und die Luft dann durch einen zweiten Schlauch wieder abgelassen.“ Der Hohlraum im Silo fasst 36 Tonnen Streusalz. Bei Bedarf wird der Unimog unter das Silo gefahren, und im Handumdrehen ist die Ladefläche befüllt. Ein Arbeiter benötigt dafür fünf Minuten.

Vor der Inbetriebnahme des Silos wurden 25-Kilo-Säcke auf Paletten gelagert, und drei Mitarbeiter benötigten eine halbe Stunde, um den Unimog vollzuladen. Noch früher mussten die Arbeiter 50-Kilo-Säcke wuchten. „Die Säcke waren mit Plastik umhüllt, jetzt entlasten wir die Umwelt, und das lose Salz ist außerdem günstiger“, sagt Wölk, der sich erinnert, wie die Bauhofarbeiter mit dem Salzsack auf dem Rücken eine Leiter am Auto hochsteigen mussten, um den Inhalt der Säcke in den Anhänger zu schütten. „Die Zeiten sind zum Glück vorbei“, sagt Wölk.

Zurzeit lagern im Silo 25 Tonnen Salz, auf Paletten etwa 15 Tonnen, die vom Vorjahr übrig geblieben sind. Wölk teilt sich jetzt im Winter wochenweise den Frühdienst mit dem Mitarbeiter und Schlepperfahrer Ingo Petmeßer. Um 4 Uhr in der Frühe wird die Bodentemperatur abgelesen. „Wenn die Wetterverhältnisse es erfordern, müssen wir dann umschichtig los zum Streueinsatz“, so Wölk. Andere Mitarbeiter stoßen später hinzu. Das seien auch ohne Einsätze harte Wochen, sagt Wölk: Der Schlaf werde unterbrochen, und um 7 Uhr beginne der normale Arbeitstag.

In diesem Winter musste der Bauhof zum ersten Mal am 29. Dezember ausrücken, um die Hauptverkehrsstraßen und besonders stark frequentierte öffentliche Bereiche zu streuen. „Wir waren mit Nachstreuen bis 9 Uhr im Einsatz und haben etwa eine Tonne Salz verbraucht“, bilanzierte Wölk. Pro Quadratmeter würden etwa fünf Gramm benötigt. Für die Wohn- und Nebenstraßen seien die Anlieger selbst zuständig.

Wölk erinnert sich noch gut an den harten, langen Winter 2010/11, in dem niemand im weiteren Umkreis noch Streusalz hatte – außer Barmstedt. „Zusammen mit dem Amtsbereich Hörnerkirchen, den zwei unserer Mitarbeiter betreuen, verbrauchen wir im Durchschnitt zwei Tonnen Salz“, so der Bauhof-Chef. Jetzt seien genügend Vorräte vorhanden, und dank des Silos müssten die Streuwagen nicht schon an den Vorabenden befüllt werden.

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