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Barmstedter Zeitung

26. September 2017 | 07:24 Uhr

Barmstedt : Neues Baugebiet am Nappenhorn

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Politik gibt grünes Licht für eine Bebauung mit Einzel-, Reihen- und Doppelhäusern. BALL mahnt Schaffung von Kita-Plätzen an.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Barmstedt soll weiter wachsen: Die Stadtvertreter haben während ihrer jüngsten Sitzung den Weg für eine neues Baugebiet östlich des Nappenhorn freigemacht. Auf dem gut einen Hektar großen Areal, das zurzeit von jungen Bäumen bewuchert wird, könnten etwa 25 Grundstücke für Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser, entstehen. So sieht es zumindest ein erster Entwurf des Planungsbüros vor.

Der Beschluss für die Umwandlung des Areals vom Gewerbe- zum Wohngebiet fiel einstimmig – wobei die BALL ein grundsätzliches Problem ansprach. „In Barmstedt gibt es zurzeit mehrere Neubaugebiete, zum Beispiel gerade an der Hamburger Straße und wahrscheinlich demnächst auch an der Großen Gärtnerstraße“, sagte Fraktionschef Günter Thiel. Vor dem Hintergrund, dass dort wohl auch Familien bauen würden, stelle sich der BALL die Frage, „ob denn auch die entsprechende Versorgung mit Krippen- und Kita-Plätzen gewährleistet ist. Wir halten es jedenfalls für dringend notwendig, eine öffentliche Fläche für einen neuen Kindergarten einzuplanen.“ Es müsse nicht unbedingt am Nappenhorn sein, „aber an der Großen Gärtnerstraße wäre es schon sinnvoll“.

Lediglich aufgrund neuer Baugebiete eine neue Kita zu bauen, sei „zu kurz gesprungen“, entgegnete Peter Gottschalk (FWB). Die Vergangenheit habe gezeigt, „dass die Kinderzahl in Barmstedt nicht so stark gestiegen ist wie die Einwohnerzahl“. Zudem sei ihm kein Fall bekannt, in dem Eltern auf einen Kita- oder Krippenplatz in Barmstedt geklagt hätten. „Die Unterdeckung dürfte also nicht extrem sein.“

Wenn auch keine Kita, so wird das Neubaugebiet am Nappenhorn – anders als im ersten Entwurf vorgesehen – zumindest einen Spielplatz erhalten, wie Fachamtsleiter Uwe Dieckmann ergänzte. Außerdem solle ein wesentlicher Teil des Baumbestands erhalten werden. Zur Entwässerung werde ein vorhandenes Regenrückhaltebecken genutzt. Die endgültige Planung soll im Bauausschuss am Dienstag, 23. Juni, vorgestellt werden.

Laut Verwaltung wohnen in Barmstedt zurzeit 564 Kinder im Alter bis sechs Jahre. Für die 194 unter Dreijährigen stehen aktuell  48 Krippenplätze, für die 370 Drei- bis Sechsjährigen 292 Elementarplätze sowie 28 kindergartenähnliche Plätze zur Verfügung. Rein rechnerisch fehlen somit 196 Betreuungsplätze.
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