Barmstedt : Neuer Weg rund ums Hallenbad?

„Ziemlich unansehnlich“: Die Treppenstufen vor dem Hallenbad-Eingang sollen ersetzt werden – eventuell durch Granitstein.
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„Ziemlich unansehnlich“: Die Treppenstufen vor dem Hallenbad-Eingang sollen ersetzt werden – eventuell durch Granitstein.

Stadtwerke wollen die Außenanlagen der „Badewonne“ neu gestalten. Lob fürs Konzept, aber die Umsetzung hängt von den Kosten ab.

shz.de von
08. Januar 2015, 16:00 Uhr

Barmstedt | Ein Weg rund ums Barmstedter Hallenbad: Das könnte Wirklichkeit werden, wenn die Politik den Plänen von Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth zustimmt. Er will die Außenanlagen der „Badewonne“ neu gestalten – wozu unter anderem die Anlage eines Weges westlich des Gebäudes gehört – direkt am Ufer des Rantzauer Sees. Das sei „eine revolutionäre Idee“, bemerkte Zuhörer Franz-Josef Sitta im jüngsten Werkausschuss, in dem Freyermuth den Entwurf vorstellte. „Dann könnte man endlich ungehindert um den See gehen und müsste nicht den Schlenker am Parkplatz vorbei machen.“

Der neue Weg solle auch dazu dienen, dass das „Culinarium“ besser gefunden werde, sagte Freyermuth. Außerdem solle der Außenbereich des Cafés damit öffentlich zugänglich werden. Quasi im Gegenzug soll einer der beiden parallel verlaufenden Wege wegfallen, die sich zurzeit östlich des Hallenbads befinden. Der bisherige Bewuchs rund um das Bad – der zwischenzeitlich entfernt wurde – sei „sehr mächtig“ gewesen und habe einen hohen Pflegeaufwand bedeutet, sagte Freyermuth. „Das mussten immer unsere Bademeister übernehmen.“

Weiterer Handlungsbedarf bestehe bei der Eingangstreppe, sagte Freyermuth. „Sie ist ziemlich unansehnlich, und die Stufen sind kaputt.“ Er könne sich vorstellen, sie durch Granitstufen mit einem integriertem Wasserspiel zu ersetzen und daneben eine Rampe für Rollstuhlfahrer zu bauen. Außerdem sollten die Fahrradständer vor dem Strandbad erneuert werden.

Westlich des Hallenbads soll ein Weg am See entstehen.
Westlich des Hallenbads soll ein Weg am See entstehen.
 

Die Politiker begrüßten die Pläne grundsätzlich. Letztlich sei es aber eine Kostenfrage, sagte Christian Kahns (FWB). „Die Idee mit dem Wasserspiel zum Beispiel ist an sich gut, aber man muss die laufenden Kosten bedenken.“ Wie teuer die Umgestaltung sei, hänge davon ab, was realisiert werden solle, sagte Freyermuth. „Ich wollte erstmal hören, ob die Idee überhaupt auf Gegenliebe stößt.“ Da das der Fall sei, werde er während der nächsten Sitzung die Kosten darstellen.

Sitta nutzte die Einwohnerfragestunde noch, um darauf hinzuweisen, dass das neue Beachvolleyballfeld im Strandbad aus seiner Sicht ein Verletzungsrisiko berge. Die Gummikanten seien so hoch und hart, „da warte ich nur darauf, dass der erste Unfall passiert“. Freyermuth erklärte dazu auf Anfrage unserer Zeitung, die Kanten seien gesetzt worden, „weil der Rasen immer ins Feld hineingewachsen ist“. Der Hinweis sei aber berechtigt. „Wir werden den Boden noch anheben.“ Davon abgesehen, sei das eigentliche Spielfeld kleiner als der gesamte Sandplatz.

Der Sanitär- und Umkleidebereich im Hallenbad sollen während der Sommerferien grundsaniert werden. Laut Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth hängen die Kosten wesentlich von der Ausstattung abhängen. „Sie werden sich zwischen 200.000 und 300.000 Euro bewegen.“ Die konkreten Pläne und Kosten werden in der nächsten Sitzung des Werkausschusses vorgestellt.
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