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Politik hält Summe für zu hoch : Neuer Wanderweg: Barmstedt bremst

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Barmstedter Politik hält den städtischen Anteil am Projekt für zu hoch. Die Verwaltung soll die günstigere Variante durchs Gewerbegebiet prüfen.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Barmstedt | 25.300 Euro für einen durchgehenden Rad- und Wanderweg nach Langeln: Das ist Barmstedts Politikern zu viel. Der Hauptausschuss hat dem Projekt daher vorerst nicht zugestimmt, sondern sich dem Antrag der CDU angeschlossen, eine alternative Route zu prüfen. Sie würde auf vorhandenen Straßen im Gewerbegebiet verlaufen und daher deutlich günstiger sein, als wenn die Stadt noch Flächen erwerben müsste, so die Christdemokraten.

Die Idee für den Weg stammt von Heedes Bürgermeister Reimer Offermann. Wie berichtet, haben seine Gemeinde und die Gemeinde Langeln dem Projekt bereits zugestimmt. An den Gesamtkosten von 92  000 Euro würde sich Langeln mit 4200, Heede mit 13  500 Euro beteiligen. 65 Prozent würde die Aktivregion Holsteiner Auenland übernehmen. Die Pflege und Unterhaltung des Weges muss jede Kommune für ihren Abschnitt zahlen. Dass der Barmstedter Anteil so hoch sei, liege daran, dass Heede nur Flächen für 100 Meter kaufen müsse, erklärte Wirtschaftsförderer Wolfgang Heins auf Nachfrage von Jürgen Busse (SPD). „Der Rest des Weges ist schon vorhanden.“

Die vorgeschlagene Route sei zwar „charmant“, sagte Ernst-Reimer Saß (CDU). „Aber die Kosten verursachen mir Bauchschmerzen. In anderen Bereichen streiten wir uns über 100 Euro, und hier?“ 25  300 Euro städtischer Anteil: Darüber werde vor dem Hintergrund des desolaten Haushalts mit sechs Millionen Euro Defizit „sicher zu reden sein“, sagte auch Heins. Dennoch habe die Idee, den Weg nicht durch den Schusterring zu führen, Charme. „Vor allem für die Schulkinder wäre das toll, die wären dann weg von der Straße“, sagte Michael Schönfelder (FWB).

Auch Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB) votierte für die Variante abseits der Straßen. „Das ist eine einmalige Chance, ein attraktives Wegenetz zu schaffen. Und da wir kaum Gewerbe haben, müssen wir in die Naherholung investieren“, appellierte er. Dennoch schlossen sich letztlich alle – bis auf Günter Thiel (BALL), der sich enthielt – dem Antrag der CDU an, die alternative Route von der Verwaltung prüfen zu lassen.

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