Barmstedt : Neuer Kita-Standort: FWB stellt Fragen

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Die FWB hat einen Fragenkatalog für den nächsten Hauptausschuss gestellt.

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02. März 2018, 12:07 Uhr

Barmstedt | Zu einer lebhaften Kontroverse führte während der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung Barmstedt in der Kommunalen Halle des Rathauses unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen und Anregungen“ die Frage „Wo soll der neue Kindergarten gebaut werden?“. Ursache war dafür, dass seit kurzem mehrere Standorte in die Diskussion gerückt wurden. Die Freie Wählergemeinschaft Barmstedt (FWB) hatte aus diesem Grund einen Fragenkatalog bezüglich des Sachstands des beschlossenen Neubaus einer Kindertagesstätte vorgestellt.

„Diese Fragen sollen im nächsten Hauptausschuss unter einem Tagesordnungspunkt beantwortet werden. Dazu haben wir einen Antrag gestellt“, erklärt Peter Gottschalk von der FWB. Der Neubau der Kindertagesstätte wurde in der Oktobersitzung 2017 in der Stadtvertretung in großer Einmütigkeit beschlossen, da die Wartelisten gerade bei den Krippenplätzen sehr lang seien. Um schnellstmöglichst Abhilfe zu schaffen, sollten baureife Grundstücke für das Projekt genutzt werden. „Dies wird durch die Vorlage und den einstimmigen Beschluss des Sozialauschusses am 19. September 2017 deutlich. Hier wurde aufgrund des dringenden Bedarfs die Verwaltung beauftragt, die Flächen im B72b und an der Ecke Düsterlohe/Große Gärtnerstraße zu überprüfen und das Ergebnis am 25. September 2017 dem Bauausschuss vorzulegen“, erklärt der FWB-Vorsitzende Michael Schönfelder. Im Bauausschuss wurde dann berichtet, dass es keine baurechtlichen Bedenken gegen die Flächen gäbe.

„In der Stadtvertretung am 10. Oktober waren wir uns mit 13 Ja-Stimmen bei zwei Nein-Stimmen mehrheitlich einig, dass vorrangig die ,städtische’ Fläche an der Jugendbildungsstätte für einen Kindergarten genutzt werden sollte. Wenn das nicht zu realisieren sei, sollte der Kindergarten im B72b entstehen. Dem wurde mit 13 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt“, so Schönfelder. Umso erstaunter zeigten sich die Beteiligten dann während der jüngsten Sozialausschusssitzung, als ein Beschlussvorschlag der Verwaltung mit fünf möglichen Flächen für einen Kindergarten vorlag. darüberhinaus sollte entschieden werden, ob mit der „Wabe“ oder der „weiblichen Diakonie“ als mögliche Träger Kontakt aufgenommen werden soll. „Fakt ist, dass der Beschluss vom 10. Oktober 2017 zu keinem Zeitpunkt aufgehoben wurde. Er ist noch heute gültig. Er wurde trotz dringenden Bedarfs nur nicht umgesetzt“, so Schönfelder.

Deshalb möchte die FWB unter anderem folgende Fragen geklärt wissen: „Was wurde von Seiten der Verwaltung unternommen, um zu prüfen, ob der Kindergarten auf der Fläche an der Jugendbildungsstätte möglich ist? “, „Wann könnte gegebenenfalls mit einem Neubau auf dem Gelände an der Jugendbildungsstätte begonnen werden?“, „Steht die Fläche im B72b noch zur Verfügung?“, „Warum wurden jetzt weitere Grundstücke als mögliche Flächen für einen Kindergarten in den Beschlussvorschlag für den Sozialausschuss aufgenommen? “ und „Besteht für die neuen Flächen eine Baureife? Wenn ja, welcher Stand?“.

Aber auch die Grünen zeigten sich in dieser Thematik während der Stadtvertretersitzung aktiv und meldeten weiteren Klärungsbedarf an. Mehr noch: „Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Barmstedt und Umland, hat auf seiner Homepage eine kleine, nicht-repräsentative Umfrage in Sachen Kita-Standort eingerichtet“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Claus-Peter Jessen.

Bezugnehmend auf die jüngste Sitzung im Sozialausschuss erläutert Marina Quoirin-Nebel auf der Homepage von Bündnis 90/Die Grünen: „In der letzten Ausschusssitzung wurden uns nun weitere Standorte vorgestellt, einer an der Gärtnerstraße auf einem ehemaligen Baumschulgelände, einer am Ende der Norderstrasse und eine weitere Fläche am Steinmoor. Die Diskussion lief losgelöst von der Kostenfrage für das jeweilige Grundstück, rein unter Gesichtspunkten des besten Standorts, jedoch ohne eine Entscheidung.“

Doch man wolle jetzt das, was notwendig sei: „Den besten Standort, der zukunftsfähig ist und für die Stadt bezahlbar bleibt.“

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