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Ellerhoop wartet auf grünes Licht : Neuer Kindergarten - die Gemeinde will den vorzeitigen Baubeginn

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Gemeinde hat Antrag auf vorzeitigen Baubeginn eingereicht. „Pass op“ soll das alte Kindergartengebäude nutzen.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Ellerhoop | Die Genehmigung zum Bau des neuen Kindergartens in Ellerhoop liegt schon seit rund einem Monat vor. Ans Werk gehen kann die Gemeinde derzeit dennoch nicht: Wie Bürgermeisterin Wiebke Uhl und Klaus Perthen vom Bauamt des Amts Rantzau berichteten, gebe es noch keinen Förderbescheid seitens des Kreises Pinneberg. Aus diesem Grund habe man einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn gestellt, um das Projekt bereits jetzt angehen zu können. „Wenn wir das nicht abwarten, könnten die Fördermittel vielleicht gestrichen werden“, sagt Perthen. Daher sei der Antrag so wichtig. Eine Antwort gebe es aber noch nicht.

Die zuständigen Behörden hätten alle notwendigen Unterlagen bekommen, so die Bürgermeisterin. „Wir dürfen nichts machen, bevor wir nicht die Bewilligung zum vorzeitigen Bau haben“, betont sie. Laut Perthen bewirbt sich die Gemeinde um Kreis- und Bundesmittel zum Bau des neuen Kindergartens. Fördergeld fließe dabei pro geplantem Kindergarten-Platz. Eine Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn sei aber keine Förderzusage.

Die Baukosten veranschlagen Gemeinde und Amt mit etwa einer Million Euro. Wann mit dem Bau begonnen werden könne, hänge von der Bestätigung zum vorzeitigen Baubeginn ab, so Perthen weiter. Die Gemeinde würde den neuen Kindergarten gern im August 2018 eröffnen, berichtet Uhl. Der jetzige Kindergarten sei nach wie vor mit 42 Kindern und zehn weiteren in der Krippe voll belegt. Mit dem neuen Kindergarten soll sich die Situation entspannen. Problematisch beim Zeitplan könnte die Lage bei den Baufirmen werden. „Viele sind mit Aufträgen ausgelastet.“ Auch das Wetter müsse passen.

Daher will sich Ellerhoop für den Fall der Fälle rüsten: Laut Uhl ist ein Arbeitskreis mit allen Projekt-Beteiligten ins Leben gerufen worden. „Wir wollen einen Plan B besprechen, falls der Kindergarten nicht rechtzeitig fertig werden sollte“, berichtet die Bürgermeisterin. Zusätzlich zu den bereits in Ellerhoop vorhandenen Plätzen sollen mit dem neuen Kindergarten zehn weitere Elementar- und fünf Krippenplätze geschaffen werden. Auch soll das neue Gebäude das alte ersetzen und die bestehenden Elementargruppen aufnehmen, denn der bisherige Bau genüge aktuellen Anforderungen nicht mehr.

Für das alte Gebäude gibt es ebenfalls einen Plan, wie Uhl berichtet. Die Gemeindevertretung habe beschlossen, die Räume künftig durch den Betreuungsverein „Pass op“ nutzen zu lassen.

Während der Sperrung der Kreuzung Oha hatten viele Autofahrer den Thiensen sowie den Thiensener Weg in Ellerhoop genutzt, um die Baustelle zu umfahren – auch wenn beide Straßen nur für Anlieger freigegeben waren. Die Polizei hatte regelmäßig kontrolliert und zahlreiche Autofahrer verwarnt. Dennoch waren die Randstreifen der Wege in Mitleidenschaft gezogen worden. Laut Ellerhoops Bürgermeisterin Wiebke Uhl werde sich voraussichtlich der Wegeausschuss ein Bild von der Lage machen. Dort, wo Gräben  zugefahren worden seien, müsste das Erdreich wieder losgelöst werden. Ausstehend sei zudem die Sanierung der Barmstedter Straße (L110) in Ellerhoop, merkte sie an. Diese soll samt Teilen des Radwegs im kommenden Jahr ausgebaut werden. In diesem Jahr war das Teilstück unter anderem wegen der Brückenarbeiten in Elmshorn nicht saniert worden.
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