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Kunstobjekt installiert : Neuer Blickfang auf dem Rantzauer See

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Kunstwerk schwimmt auf einem Rohrgestell und Pontons mitten auf dem See.

shz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Die bunte Tänzerin im Wind schaukelt seit Mittwoch auf dem Rantzauer See. Das bewegliche Textilobjekt der Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn wurde am Strand der Badestelle von Mitarbeitern des Bauhofs mit Hilfe der Künstlerin ins seichte Wasser geschoben und von Stadtrat Ernst-Reimer Sass mit dem Motorboot zu seinem Bestimmungsort gezogen. Etwas knifflig war es, das schwimmende Kunstwerk über die Seile zu bekommen, die den Nichtschwimmer- vom Schwimmerteil abgrenzen. Durch geschickte und vorsichtige Bootslenkung gelang es schließlich. Jetzt schwimmt das Kunstwerk auf einem Rohrgestell und Pontons mitten auf dem See. Ein Hingucker ist das textile gedrehte Flügelpaar, das sich bei Wind spiralförmig um die horizontal montierte Achse dreht und dem Betrachter stets neue Farbkombinationen präsentiert. Bei Stillstand präsentiert sich das Werk als Skulptur, das sich im Wechsel des Lichteinfalls immer wieder neu zeigt. „Die Spirale ist das Ursymbol des Lebens, und die Spektralfarben sind der Spiegel des Lichts“, sagte Meyer-Hahn.

In Anbetracht der zarten und leichten Bewegungen der Spirale vermutet sicher niemand, dass sie 250 Kilogramm wiegt. „Durch den Wind steht die Mobilität des Kunstwerks konträr zur harten Technik und zum Gewicht“, erklärte Meyer-Hahn. Karin Weißenbacher, die die Galerie auf der Schlossinsel betreibt, freute sich, dass sie die Künstlerin für die ungewöhnliche Aktion auf dem Rantzauer See in Barmstedt gewinnen konnte. „Seit drei Jahren versuche ich, sie nach Barmstedt zu holen – jetzt hat es geklappt“, sagte sie.

Aufmerksame Zuschauer des Stapellaufs waren Kinder der Kita „Rasselbande“. Sie spekulierten darüber, ob das Werk wohl untergehen werde. Ben meinte, wenn der obere Teil sich drehe, bleibe das Objekt auf dem Wasser. Felix verstieg sich zu der These, dass zuvor Salz in den See geschüttet wurde, damit das Metall schwimmen kann. Doch sie wurden aufgeklärt: In den Pontons ist Luft.

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