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Barmstedter Zeitung

17. Dezember 2017 | 07:31 Uhr

Ellerhoop : Neue Fahrzeuge für Ellerhoops Wehr

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Brandbekämpfer sprechen sich für zwei Neuanschaffungen aus. Thema soll im Finanzausschuss weiter beraten werden.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 12:30 Uhr

Ellerhoop | Sie sind in die Jahre gekommen und reparaturanfällig – daher möchte die Freiwillige Feuerwehr Ellerhoop zwei ihrer alten Fahrzeuge durch ein neues ersetzen. Zusätzlich soll ein neuer Mannschaftstransporter angeschafft werden. Die entsprechenden Pläne stellte CDU-Gemeindevertreter und Wehrführer Michael Graumann während der jüngsten Gemeinderatssitzung im Gasthof „Zur Linde“ vor. Die Gemeindevertreter einigten sich darauf, die Zahlen dem Finanzausschuss vorzulegen. Dort soll das Thema weiter beraten werden. Die beiden neuen Fahrzeuge sollen insgesamt etwa 240.000 Euro kosten, hieß es.

26 Jahre sei Löschfahrzeug (LF8) bereits alt, so Graumann. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) sei Baujahr 1995. „An beiden alten Fahrzeugen zeichnen sich Reparaturen ab“, so Graumann. Beide sollen gegen ein großes Einsatzfahrzeug (LF10) ausgetauscht werden, das der Größe des 2012 neu in Dienst gestellten Staffeltanklöschfahrzeugs entspricht und in das sämtliches Material passe. Weiterhin sei die Anschaffung eines zusätzlichen Mannschaftstransporters nötig. Dieses Fahrzeug sei in dem derzeit im Haushalt eingestellten Posten bereits berücksichtigt.

Die Bestellungen müssten zügig auf den Weg gebracht werden, so Graumann weiter. Denn: „Ab dem 31. Dezember 2017 dürfen nur noch Feuerwehrfahrzeuge mit Motoren der Abgasnorm Euro 6 angeschafft werden. Bis dahin sind Motoren der Abgasnorm Euro 5 anschaffungsfähig“, berichtete der Wehrführer. Das Problem: Euro 6 habe erhebliche finanzielle und materielle Nachteile für Gemeinden und Wehren, sagte Graumann. „Die Fahrzeuge müs  sen mit einem Zusatzadditiv zum Dieselkraftstoff betrieben werden, das bedeutet mehr Gewicht und Platzbedarf.“ Aufgrund der kurzen Anfahrtswege sei der Verbrauch des Zusatzes derart gering, dass dieser häufig entsorgt und erneuert werden müsse.

„Die Euronorm 6 ist für den normalen Lkw-Verkehr sinnvoll, für die Wehren nicht“, so Graumanns Fazit. Auch die vermehrte Elektronik sei nicht willkommen. „Wir brauchen kein elektrisch ausfahrbares Trittbrett“, erklärte der Wehrführer. Alle Fahrzeughersteller hätten signalisiert, dass sie aufgrund der EU-Vorgabe die Produktion von Euro 5-Fahrzeugen etwa Ende 2016 einstellen werden. „Wir müssten also 2016 ein Fahrzeuggestell mit Mannschaftskabine bestellen“, sagte Graumann. Die Kosten dafür würden bei 100.000 Euro liegen. Der Aufbau mit Ausrüstung schlage noch einmal mit 100.000 Euro zu Buche. Die Lieferung könnte dann im Jahr 2017 erfolgen. Die Kosten für den Mannschaftstransporter belaufen sich laut Feuerwehr auf etwa 40.000 Euro.

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