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Barmstedt : Neue Ausstellung auf der Rantzauer Schlossinsel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zu sehen sind Plastiken aus Beton und Fotoskulptur.

Barmstedt | Kunstfreunde aus Barmstedt und Umgebung können sich freuen: Am Sonnabend, 19. März, wird in der Galerie Atelier III auf der Rantzauer Schlossinsel die nächste sehenswerte Ausstellung eröffnet. „In der kommenden Präsentation werden plastische Arbeiten und Fotoskulpturen der bildenden Künstlerin Uschi Koch gezeigt“, berichtet Galeristin Karin Weißenbacher. Die ausstellende Künstlerin, die in der Landeshauptstadt Kiel lebt und arbeitet, widmet sich dabei in ihrer ureigenen Betrachtung dem Thema „Mensch – menschlicher Körper“ mit Werken, die von Sensibilität und Lebendigkeit in Gesichtslandschaft, Mimik und Gestikgeprägt sind.

„Bekannt geworden durch ihre schwarz-weißen, räumlich montierten Aktfotografien, in denen sich aus gestaffelten Fragmenten, kurzen Bildsequenzen und suggerierten Bewegungen eine intensive, die Fantasie stimulierende Erzählung entwickelt, begann Uschi Koch 2005 dreidimensionale lebensgroße Köpfe zu modellieren, die durch ihre kraftvollen Formen, die große sinnliche Prägnanz und diese ungewöhnlich eindringliche Macht der körperlichen Realität beeindrucken“, erläutert der Kieler Kunsthistoriker Jens Martin Neumann.

Stimmung und Ausdruck ihrer Werke berühren den Betrachter und laden ein zum „Innehalten, Stillwerden, einfach nur schauen und staunen.“ Bildhauerisch detailliert ausformuliert, wirken sie lebendig, scheinen feinste Regungen ihres Geistes auf der Oberfläche zu spiegeln. „Die plastischen Werke von Uschi Koch sind aus Beton“, ergänzt Weißenbacher und Koch unterstreicht, dass dies für sie ein wunderbares Material sei – „kunsthistorisch gesehen verhältnismäßig jung und eher unbelastet, günstig, facettenreich und glücklicherweise kaum hundertprozentig berechenbar, denn es gibt beim Verfahren des Laminierens sowie beim Betonguss, den Moment, in dem alles möglich ist und auch alles schief gehen kann - ähnlich wie in der Dunkelkammer bei der analogen Fotografie.“ Der Guss bringe eine eigene Struktur mit, mit Luftblasen, Nähten und anderen „Makeln“ – und das passt, „denn der Mensch besteht ja auch nicht aus einem einzigen Material.“

Haut und Gewebe seien durchlässig, durchscheinend und verletzlich. Die jeweilige Beschaffenheit und Färbung verändere sich ständig. „Sie erzählt uns viel über den jeweiligen Menschen uns gegenüber und seinem Zustand“, so Koch. Ergänzend zu den plastischen Arbeiten werden von ihr auch aktuelle fotografische Werkstattein-drücke gezeigt, die ihr Kieler Arbeitsumfeld und den bildhauerischen Entstehungsprozess der Werke beleuchten.

Interessante Fotoarbeiten gehören ebenfalls zu der Präsentation.
Interessante Fotoarbeiten gehören ebenfalls zu der Präsentation. Foto: BZ
 

Unter dem Motto „Meet the Artist“ wird Uschi Koch während der Kreiskulturtage wird am 1. Mai von 13 bis 17 Uhr in der Ausstellung anwesend sein und den Besuchern Gelegenheit für ein Gespräch über ihre Kunst zu geben. Die Ausstellung wird am kommenden Sonnabend mit einer Vernissage eröffnet, zu der auch Nicolai Overbeck, Mitglied des Kulturausschusses des Kreises Pinneberg und Beiratsvorsitzender der Stiftung Landdrostei erwartet wird. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet der Schweriner Musiker Reinhard Lippert. Beginn ist um 15 Uhr.

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erstellt am 15.Mär.2016 | 16:00 Uhr

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