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Region Barmstedt : Nässe bremst Landwirtschaft aus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kaum trockene Phasen: Die Felder im Norden des Kreises Pinneberg sind mit Wasser vollgesogen. Der Einsatz von Maschinen ist derzeit nicht möglich.

Groß Offenseth-Aspern | Trist und grau und feucht: Das Wetter der vergangenen Tage macht mittlerweile auch der Landwirtschaft im Norden des Kreises Pinneberg zu schaffen. Das viele Wasser auf den Feldern in der Region bremse die Landwirte derzeit ein, berichtet Christoph Kirst, Mitglied des Kreisvorstands des Kreisbauernverbands Pinneberg und Landwirt aus Brande-Hörnerkirchen. Die Frühjahrs-Tätigkeiten – wie das Aufbringen von Gülle – müssten etwa für die nächsten zwei Wochen ruhen. „Die Befahrbarkeit ist nicht gegeben. Das macht keinen Sinn“, sagt er. Das berichtet auch Karl-Heinz Bonnhoff, Verbandsvorsteher des Wasserverbands Krückau aus Heede. „Auf die Felder kommt man derzeit nicht herauf.“

Nachdem es Anfang und Mitte Februar in der Region um Barmstedt und Elmshorn bereits ergiebige Regenfälle gegeben hatte und die Pegel von Flüssen und Bächen stark angestiegen waren, kam am vergangenen Sonntag der nächste starke Regen vom Himmel. In der Folge stieg der Krückau-Pegel – gemessen an der A  23-Brücke – abermals massiv an und knackte sogar die Zwei-Meter-Marke. „Die Pegelstände nehmen wieder ab“, sagt Bonnhoff. Aber noch bis vor Kurzem habe das Wasser der Krückau in Heede wieder an die Brücke in der Straße Autwiet herangereicht. Und auch in Kölln-Reisiek sei der Fluss noch am Dienstag „bis zum Rand voll gewesen“.

„In den vergangenen Wochen ging das noch mit dem Wetter“, sagt Kirst. Und bis zur vergangenen Woche sei die Situation noch ideal gewesen. Aber seit dem 20. und 21. Februar sei nichts mehr möglich. Allerdings gebe es regional auch Unterschiede. In Groß Offenseth-Aspern an   der Offenau-Niederung stehe zum Beispiel alles unter Wasser, berichtet Kirst.

Man liege bei der Höhe der Niederschläge zwar nur leicht über dem jahrestypischen Durchschnitt, so der Landwirt weiter. Das Problem sei aber die ständige Feuchtigkeit: „Das Land trocknet kaum noch ab“, so Kirst. „Wir hatten auch keine nennenswerten Fröste. Die Temperaturen sind dafür einfach zu hoch.“ Um die zehn Tage dauere es, bis die Flächen wieder abgetrocknet seien. Laut des Deutschen Wetterdienstes soll es in Schleswig-Holstein zwar in den kommenden Tagen überwiegend trocken bleiben. Aber schon Mitte der nächsten Woche müsse wieder mit Regen gerechnet werden.

Wegen des vielen Wassers auf den Feldern hätten die Landwirte westlich von Elmshorn das Wintergetreide noch nicht andüngen können. „In der Marsch geht gar nichts“, berichtet Kirst. Auf den Flächen rund um Barmstedt und Brande-Hörnerkirchen könnten die Landwirte derzeit beispielsweise die Gülle nicht aufbringen. „Das trifft uns nicht so, nur die Lager sind voll“, sagt der Landwirt. „Wichtiger wäre es, das Getreide anzudüngen.“

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erstellt am 26.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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