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Barmstedt : „Nachwuchs-Ingenieure“ in der Jugendbildungsstätte

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Vom Trimaran bis zum Hovercraft: In der Jugendbildungsstätte haben Nachwuchs-Ingenieure am Wochenende herum experimentiert.

Barmstedt | „Das kommt davon, wenn man den Motor startet, bevor er befestigt ist“, sagt Stephan Haustein mit einem Schmunzeln über den fehlgeschlagenen Prototypentest. Schnell zeigt er einem seiner Schützlinge, wie er den Antrieb montieren kann, der sich gerade selbstständig gemacht hat. Der engagierte Jugendgruppenleiter hat am vergangenen Wochenende den Technikkursus der Familienbildungsstätte im Victor-Andersen-Haus organisiert, mit dem er Kinder mit Projekten zum Selberbauen in die Welt der Technik einführte.

Elektrischer Strom und Magnetismus ist gerade das Generalthema, und zehn kleine Nachwuchs-Ingenieure im Alter von sieben und acht Jahren arbeiten voller Begeisterung mit Schaumstoffplatten, Holzstäbchen und Elektromotoren an ihren Konstruktionen. „Wir haben uns entschieden, heute etwas Schwimmendes zu bauen“, sagt Haustein. Wer aber glaubt, dass die Fantasie der Kinder bei Booten aufhört, hat sie weit unterschätzt.

Nick (7) baut ein richtiges Hovercraft, dessen Luftkissen er kunstvoll aus Kunststoffverpackungen geschnürt hat. „Ich finde es toll, dass sie vom Wasser aufs Land und zurückfahren können“, sagt er über die Amphibienfahrzeuge und erntet fachmännische Anerkennung von Leon (8): „Sieht schon mal gut aus, Nick.“ Leon arbeitet selbst an einem Trimaran, es fehlen nur noch Batterie und Propeller, die an Motor und Antriebswelle montiert werden müssen. Später werden alle Gefährte draußen im Wasserbecken getestet.

Die Kurse bietet Haustein, der seine ansteckende Technikbegeisterung mit pädagogischem Naturtalent verbindet, im Auftrag der Familienbildungsstätte an. Waren die Kinder zuvor mit Dampfmaschinen beschäftigt, erwartet sie im kommenden Jahr der Weltraum. Leon ist schon ganz gespannt auf den Raketenbau.

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