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Barmstedter Zeitung

24. August 2017 | 01:28 Uhr

Barmstedt : Nachwuchs bei Kranichen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mehrere erfolgreiche Bruten sind in der Region festgestellt worden.

Barmstedt | Der Kranich-Bestand nimmt kreisweit zu. Und auch in der Region Barmstedt fühlen sich Vögel wohl, so Hans-Jürgen Raddatz (Foto) vom Nabu Barmstedt. Er erfasst die Brutbestände und beobachtet die verschiedenen Tiere. „In unserem Hauptbetreuungsgebiet, dem Klein Offenseth-Bokelsesser Moor, hat der Kranich erneut erfolgreich zwei Junge großgezogen“, berichtet er. „Ein weiteres Paar hat allerdings frühzeitig aufgegeben.“ Mittlerweile gebe es zudem weitere erfolgreiche Bruten im Barmstedter Umland, so der zweite Vorsitzende des Nabu Barmstedt.

Aufgrund von zwei milden Wintern in Folge haben sich erstmalig seit etlichen Jahren Feldmäuse und Waldmäuse so stark vermehrt, dass es ein sehr gutes Nahrungsangebot für die Eulen und Greifvögel in der Region gebe, berichtet Raddatz. „So gibt es so viele erfolgreiche Bussardbruten wie seit vielen Jahren nicht mehr.“ Gute Nachrichten gebe es auch aus dem Vosslocher Wald bei Barmstedt: Dort würden drei Waldkauzpaare mit bis zu sechs Jungvögeln erfolgreich brüten, zwei davon in den vom Nabu aufgehängten Nistkästen, „worauf ich besonders stolz bin“, sagt Raddatz. Aufgrund intensiver Überwachung der Habichtbruten und jahrelanger intensiver Pressearbeit habe sich der bis 2005 aufgrund illegaler Verfolgung stark geschrumpfte Habichtbestand zumindest regional im Barmstedter Umland bis heute deutlich erholen können, berichtet Raddatz.

Leider habe sich dieser Positivtrend nicht auf die Sorgenkinder – die Wiesenvögel – übertragen. „Lediglich bei den Gewinnerarten wie dem Schwarzkehlchen und neuerdings bei der Schafstelze sieht es sehr gut aus“, erläutert Raddatz. Brachvögel und Kiebitze seien jedoch bis auf wenige Reste verschwunden. Im Bereich Hellwiese bei Barmstedt habe es allerdings einige erfolgreiche Kiebitzbruten auf den naturnah bewirtschafteten Wiesen der Stiftung Naturschutz gegeben.

Unter dem Strich mache es in diesem Jahr aber endlich wieder viel Spaß, Vögel zu zählen, so Raddatz weiter. Die Resultate würden zudem Mut machen, weiter für die Vögel und den Schutz ihrer Lebensräume vollen Einsatz zu zeigen. Voll des Lobs ist Raddatz für den Einsatz der Teilnehmer der verschiedenen Nabu-Arbeitseinsätze in diesem Jahr. Eine große Beteiligung habe es an der großen Kopfweidenaktion am Barmstedter Sielberg gegeben, wo im Januar 13 städtische Weiden gestutzt worden waren. Ähnlich erfolgreiche seien die verschiedenen Pflegeeinsätze im Bokelsesser Moor verlaufen.

Wie schön die heimischen Nachtfalter sind, will Expertin Birgitt Piepgras am Donnerstag, 17. September, im Barmstedter Humburg-Haus zeigen. Der Vortragt beginnt um 18 Uhr und richtet sich speziell an Kinder und ihre Eltern. Am Freitag, 25. September, steht dann der große Leuchtabend zur Nachtfaltererkundung an. Dabei können Kinder im Klein Offensether Moor die vielen bunten Arten entdecken. Die Veranstaltung am Schafstall beginnt um 19 Uhr.
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erstellt am 04.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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