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Schlaglöcher : „Nach wie vor ein Flickenteppich“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedter ärgert sich über den Parkplatz an der Seestraße. Die Verwaltung will „verkehrsgefährdende“ Schlaglöcher ausbessern.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Barmstedt | Ende Februar hatte Hans Jürgen Hebold sich zum ersten Mal an die Barmstedter Verwaltung gewandt. Der Parkplatz an der Seestraße sei übersät mit Schlaglöchern, hatte er moniert – das sei „kein Aushängeschild für unsere Stadt, denn viele Besucher kommen hier als erstes an“. Bis Mitte April sollten die Schäden beseitigt sein, sicherte ihm die Verwaltung zu. Mitte März waren tatsächlich einige Schlaglöcher verfüllt – doch die meisten noch nicht, wie Hebold bei einem Ortstermin am Mittwoch erbost feststellte. „Es ist nach wie vor ein Flickenteppich.“ Da es zuvor geregnet hatte, hatten sich die Löcher auf den sandigen Stellflächen zudem in tiefe Pfützen verwandelt. „Ich erwarte ja nicht, dass alles geteert wird“, sagt Hebold. „Aber die gröbsten Schäden ordentlich zu beseitigen, das wäre schon gut.“

Auch die Auffahrten des Parkplatzes zum Kreisel und zur Seestraße hin seien so unzureichend geflickt worden, „dass Leute mit Rollator es schwer haben, sie zu überwinden“, sagt Hebold. „Die Absätze sind viel zu hoch, das ist eine Katastrophe. Die hätte man abflachen müssen.“ Zumal, da gegenüber das Seniorenheim stehe. „Dadurch nutzen viele ältere Leute den Parkplatz. An die denkt aber offenbar keiner.“

Was Hebold außerdem ärgert, sind die verdreckten Betonringe, in denen die Parkplatz-Laternen stecken. „Die könnte man einfach weiß anmalen. Das sähe gut aus und kann doch nicht die Welt kosten.“

Stadtsprecher Michael Lantau teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, die gröbsten Schlaglöcher seien beseitigt worden. „Ganz eben wird man den Platz aber leider nie bekommen. Das ist bei wassergebundenen Flächen immer problematisch.“ Zudem seien nicht alle Schlaglöcher „verkehrsgefährdend“, so dass sie nicht zwingend ausgebessert werden müssten. Die Verwaltung werde sich den Platz aber noch einmal genau ansehen, sagte Lantau. „Und wenn wir feststellen, dass es verkehrsgefährdende Lunken gibt, werden sie bis Ende nächster Woche verfüllt.“

Zumindest die großen Sandhaufen, die für die Breitbandarbeiten der Stadtwerke benötigt wurden und die wochenlang auf dem Platz lagerten, seien mittlerweile verschwunden, freute sich Hebold. „Die haben viel Stellfläche weggenommen. Als die Gewerkschafter in Barmstedt gestreikt haben und hier sieben Busse ankamen, wussten die kaum, wo sie sich alle hinstellen sollten.“ Auf seine Beschwerde hin habe Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth sich „aber gleich gekümmert“. Und auch die Betonringe um die Laternen könnten bald anders aussehen: Sie sollen bis Ende Juni gestrichen werden, kündigte Lantau an.

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