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AKN in Barmstedt : Nach dem tödlichen Unfall: Die Arbeiten für einen sicheren Bahnübergang starten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

AKN: Vorbereitungen am Bornkamp und Reihergehölz ab 25. September. Nach dem Grundsatzbeschluss stellt die Politik die Finanzierung sicher. Kostenanteil für Bahnübergang an der Waldstraße liegt bei 12.000 Euro.

Barmstedt | Jetzt steht es fest: Die ersten Arbeiten für die Schranken an den Barmstedter AKN-Bahnübergängen Bornkamp und Beim Reihergehölz starten am Freitag, 25. September. „In der Nacht zu Samstag finden erste Sondierungsarbeiten statt“, teilte AKN-Sprecherin Christiane Lage-Kress mit. Wie berichtet, sollen die Übergänge nach dem tödlichen Unfall im Oktober 2013 mit Lichtzeichen und Halbschranken gesichert werden.

Vom 5. bis 9. Oktober sowie vom 12. bis 16. Oktober sind laut Lage-Kress weitere nächtliche Arbeiten geplant, die zum Teil  Lärm und Staub verursachen werden. „Wir sind bemüht, die Belästigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten“, so die AKN-Sprecherin.

 Die eigentlichen Arbeiten – etwa der Ausbau der Straßen im Bereich der Übergänge auf 5,5 Meter und das Versetzen von Signalen – werden kurzfristig nach dem Ende der Zuschlagsfrist für die Tiefbauarbeiten am 2. Oktober  beginnen, so Lage-Kress. „Wir planen, den Neubau bis Ende des Jahres abzuschließen. Das ist jedoch witterungsabhängig.“

Die Kosten in Höhe von voraussichtlich 500.000 Euro teilen sich die AKN, das Land sowie die Stadt Barmstedt und die Gemeinde Bokholt-Hanredder. Die hat  der Finanzierung am Dienstag zugestimmt.

Grünes Licht aus Bokholt

Die Gemeindevertretung Bokholt-Hanredder hat grünes Licht für die Finanzierung der Umbauarbeiten am AKNBahnübergang Waldstraße/Beim Reihergehölz im Rahmen des Haushalts 2016 gegeben. Die Kommunalpolitiker beschlossen während ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend im Bürgerhaus einstimmig, den Umbau des Bahnübergangs – wie von der AKN geplant – in diesem Jahr durchführen zu lassen. Mit den Arbeiten soll laut AKN in etwa einer Woche begonnen werden. Abgeschlossen sein werden sie voraussichtlich am Jahresende.

Hintergrund des Bauprojekts ist der tödliche Unfall am Bahnübergang Bornkamp in Barmstedt im Oktober 2013. Das Unglück veranlasste die Stadt Barmstedt, die Beschrankung der Bahnübergänge Waldstraße/Beim Reihergehölz und Bornkamp zu planen. Bereits im Dezember 2014 hatte Bokholt-Hanredder den Grundsatzbeschluss gefasst, sich an dem Bauprojekt zu beteiligen.

Da die Abrechnung erst 2016 erfolgt, wird die Finanzierung des Leistungsumfangs über den Haushalt des kommenden Jahres sichergestellt. Laut Finanzierungsplan des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie belaufen sich die Gesamtkosten auf 234.288 Euro. Der Anteil der Gemeinde beträgt 72.596 Euro. Zuschüsse sowie der Anteil der Stadt Barmstedt reduzieren die Summe auf letztendlich 12.000 Euro.

Zu Beginn der Gemeindevertretersitzung stellte sich der neue Inhaber des Bürgerhauses, Bernd Weckentrupp (Foto), vor. Er hat ein neues Konzept für das Restaurant Bürgerhaus entwickelt, das er als reine Eventgastronomie betreiben möchte. Wenn alles gut laufe, sei aber nicht ausgeschlossen, dass auch das Tagesgeschäft dort wieder Einzug hält. In den vergangenen Jahren hatte das Bürgerhaus eine Reihe von Pächter-Wechseln erlebt. Die letzten Pächter hielten sich nur acht Wochen.

Weiter auf der Tagesordnung stand der Bebauungsplan Nummer 20 für das Gebiet nördlich Offenau und östlich des Birkenwegs. Eine Familie besitzt dort eine etwa vier Hektar große Fläche, die sie verkaufen und einer wohnbaulichen Nutzung zuführen möchte. Trotz mehrerer Begehungen und einer Reihe von Gesprächen mit den zuständigen Stellen seien viele Fragen offen geblieben, hieß es. Diese sollen weiter erörtert werden. Wer an dem runden Tisch teilnimmt, klärt sich nach der verkehrstechnischen Untersuchung, von der sich Bürgermeister Wolfgang Mohr einiges an Aufschluss verspricht.

Auch die Flüchtlinglingssituation war Thema im Rat. Laut dem Leitenden Verwaltungsbeamten des Amts Rantzau, Heinz Brandt, wird die Situation in allen Kommunen zusehends prekärer: Der Wohnraum verknappe sich. Das gelte auch für das Amt mit den Unterkünften in Langeln und Heede. „Wir sind aber bereits an ein paar weiteren Objekten dran“, so Brandt. Dennoch sei das Amt weiter auf der Suche nach Wohnraum in den amtsangehörigen Gemeinden. Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei Alexander Harms unter 04123/688162 melden. Der Kreis Pinneberg bekommt etwa 120 Flüchtlinge pro Woche zugewiesen. Etwa drei Prozent – im Mittel drei Flüchtlinge pro Woche – nimmt das Amt davon auf.

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erstellt am 18.Sep.2015 | 12:15 Uhr

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