Nabu: Lohmann im Amt bestätigt

Vorsitzender des Barmstedter Ortsverbands wird einstimmig wiedergewählt / Mitglieder leisteten 75 Arbeitseinsätze in 2017

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05. März 2018, 16:00 Uhr

Hans-Peter Lohmann bleibt Vorsitzender des Nabu Barmstedt. Einstimmig votierten etwa 30 Mitglieder während der Jahreshauptversammlung im Restaurant „Zum Bootssteg“ für ihn. Seit 2000 ist Lohmann Vorsitzender. Während des Abends legte der Vorstand zudem seinen Jahresbericht vor, außerdem gab es einen Vortrag zum Vogel des Jahres 2018, dem Star. Monika Lohmann bereicherte die Vorträge mit ihren Fotos.

Hans-Peter Lohmann berichtete unter anderem, dass der Nabu einen Infostand bei der Jubiläumsveranstaltung des Barmstedter Friedhofs aufgebaut hatte. Dort unternimmt die Ortsgruppe jährlich auch eine Vogelstimmentour. „Auf dem Gelände können wir eine tolle Vielfalt von Vögeln beobachten“, sagte Lohmann. Radtouren in die Natur wurden unternommen, ebenso eine Exkursion in den Bilsener Wohld, auch ein Leuchtabend im Bokelsesser Moor war dabei, um Nachfalter zu sehen. Die Jäger der Nacht, Fledermäuse und Eulen, wurden während einer Nachtwanderung beobachtet. Bei Infoabenden klärte der Nabu über Naturschutz für Haus und Garten auf. „Wir möchten die Leute dazu bringen, dass jeder etwas für die Erhaltung der Natur leisten kann“, so Lohmann.

Die praktischen Naturschutzmaßnahmen im vergangenen Jahr erläuterte Hans-Jürgen Raddatz. Bei der Amphibien-Sammelaktion an der Pinneberger Landstraße hätten die Mitglieder 187 Frösche und 101 Kröten sicher über die Straße gebracht. Auf einer Fläche am Sielberg habe der Nabu Barmstedt einen Knickwall sowie Kopfweiden gepflegt. Dort besteheein Betreuungsvertrag mit der Stadt. Zwei Moorflächen von 3700 Quadratmetern seien im Bokelsesser Moor gekauft worden, im Spitzenmoor Groß Offenseth eine Fläche von 4600 Quadratmetern. Dort soll eine Renaturierung stattfinden.

Die Jahresstatistik zeige, dass der Nabu 75 Einsätze mit insgesamt 553 Arbeitsstunden geleistet habe, so Raddatz weiter. Dabei waren Moorschutz, Nistkästenunterhaltung, Feuchtwiesenpflege, Anpflanzungen. Die Naturschutzjugend (Naju) unter der Leitung von Ernst-Reimer Sass und Katja Erber habe Nistkästen kontrolliert und neue gebaut, eine Obststreuwiese am Nappenhorner Bach betreut, gebastelt, getöpfert und viel Spaß gehabt, wie Erber berichtete. Insgesamt hat die Naju acht aktive und vier teilweise aktive Jugendliche.

Monika Lohmann hielt anschließend ihren Vortrag über den Star. Der Bestand verringere sich seit Jahren. „Er braucht einen strukturreichen Lebensraumlandschaft, die bei uns durch fehlende Weidehaltung, Monokulturen, Insektizide, Obstnetze in Gärten und Verlust von Höhlenbäumen sowie fehlende Brutnischen bei Gebäudesanierungen nicht mehr gewährleistet ist“, sagte sie. Auch hier könne jeder zum Erhalt der Art mit Anpflanzungen beerentragender Sträucher wie Holunder, Felsenbirne, Stachel- und Himbeere, Weißdorn und Liguster beitragen. Zudem können Starenkästen aufhängt und auf Insektizide im Garten verzichtet werden.

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