zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

20. Oktober 2017 | 02:08 Uhr

Barmstedt : Musikvideo in der Kulturschusterei

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gib mir die Nacht – als Video: Der Barmstedter Jörn Saul drehte in der Kulturschusterei ein Musikvideo. Aus vier Stunden werden 4:10 Minuten.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 16:15 Uhr

Barmstedt | „Ohh... Gib mir die Nacht. Hier kommt die Zeit, die alles besser macht. Gib mir die Nacht. Irgendwer hat das Licht zu früh angemacht, gib mir die Nacht.“  Es habe ihn gereizt, den Inhalt dieses von ihm komponierten Liedes auch filmisch umzusetzen, sagt der Barmstedter  Singer-Songwriter Jörn Saul – jetzt drehte er das Video in der Kulturschusterei. Vier Stunden lang dauerten die Aufnahmen, bei denen er von Ines Baum, Schlagzeuglehrerin  aus Elmshorn, Tina Armbrust, Kunsthandwerkerin aus Bahrenfleth, und Ralf Hinzmann, Gitarrenlehrer aus Barmstedt, unterstützt wurde. Die Kameraführung übernahm Sauls Ehefrau Christine. Das Video wird 4:10 Minuten lang und auf Youtube zu sehen sein.

Saul, der mit seiner Ehefrau und dem 13-jährigen Sohn Tim-Eric seit 2001 in Barmstedt wohnt, wuchs in Uetersen auf und wurde  als Achtjähriger beim Vorsingen in der Grundschule von der Leitung der Uetersener Chorknaben entdeckt. Dort begann seine musikalische Karriere. Ein großes Erlebnis war für den damals Zehnjährigen ein Fernsehauftritt  mit dem Chor in Italien. Nach seinem Stimmbruch verließ er den Chor, brachte sich das Gitarrenspiel bei und wechselte als 20-Jähriger zum Bass. Als Bassist bereicherte er die Elmshorner Popband „Bogart Joint“.

1985 veränderte die Band die Musikrichtung und spielte  Melody Hardrock. Der Name „Bogart Joint“ passte nicht mehr und wurde in „Bad Sister“ geändert. Es begann eine erfolgreiche Musikzeit; Saul tourte mit „Bad Sister“ durch ganz Deutschland. Unter anderem gaben sie beim Wacken Open Air Konzerte auf der Hauptbühne. 1998 wurde die Band  zur besten Rockband Schleswig-Holsteins gewählt und durften sich 1990 Pinneberger Kreiskulturpreisträger nennen. 1996 trennte sich die Gruppe „Bad Sister“, und „Sound’n’ Fury“ wurde gegründet. Als Coverband starteten sie mit Songs wie „Let Me Enterain You“ von Robbie Williams voll durch. 2002 kam es zum Neuanfang von „Bad Sister“. Seitdem ist Saul mit beiden Bands erfolgreich.

Zusammenarbeit mit Schülern

„Mein absolutes Highlight war unser Auftritt vor 5000 Leuten auf der Kieler Woche. Es bringt so viel Spaß, vor großem Publikum zu spielen“, schwärmt Saul, der als Berufsschullehrer an der Beruflichen Schule Pinneberg die Fächer Gesundheit und Englisch unterrichtet. Mit seinen Schülern arbeitet er zurzeit an einem Schulbandprojekt. Und sofern ihm seine Musik noch Zeit lässt, geht er ins Fitnessstudio und kocht gern.

Mit seinem vierten Musikvideo „Gib mir die Nacht“ zeigt der 53-Jährige Barmstedter seinem Publikum eine weitere Seite seines Einfallsreichtums. „Ich wünsche mir die Nacht herbei“, sagt Saul lachend, denn er könne es kaum erwarten, bis es dunkel werde und er seiner Kreativität wieder freien Lauf lassen könne. Das fertig geschnittene Musikvideo ist ab heute auf Sauls YouTube-Kanal „jetzterst recht“ zu sehen.

Matthias Grütz, Betreiber der Kulturschusteret, stellte Saul die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Er freue sich, dass er das Projekt unterstützen könne, sagte er. „Noch ein Stück mehr Kultur in der Region.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen