Der Besuch ist kostenfrei : Museums-Card: Auch Barmstedt ist dabei

<p>Michael Theilig (von links), Stephan Kronenberg, Jan Teegen, Rainer Adomat und Thilo Roetger stellten in Barmstedt die Museums-Card vor. </p>

Michael Theilig (von links), Stephan Kronenberg, Jan Teegen, Rainer Adomat und Thilo Roetger stellten in Barmstedt die Museums-Card vor.

Heimatkunde und Heimatpflege soll gepflegt werden.

shz.de von
14. Juli 2018, 10:28 Uhr

Barmstedt | Etwa 100 Museen in Schleswig-Holstein und Dänemark öffnen vom 22. Juli an bis zum 1. November  ihre Türen kostenlos für Besucher bis zum 18. Lebensjahr – mit einer Musums-Card als Eintrittskarte. Auch das Museum der Grafschaft Rantzau auf der Barmstedter Schlossinsel  ist dabei. Dort kommt zwar generell jeder kostenlos hinein, aber Karten-Inhaber erhalten bei ihrem Besuch einen Stempel. Mit drei Stempeln aus drei verschiedenen Museen kann am Gewinnspiel teilgenommen werden.

„Wir möchten mit dieser Aktion die Heimatkunde und Heimatpflege fördern“, sagte Stephan Kronenberg, Geschäftsführer der Stiftung der Sparkasse Südholstein, die die Aktion  finanziert. Kultur und Geschichte würden erlebnisreich und spannend dargestellt, so Kronenberg. Rainer Adomat, Vorsitzender des Heimatverbands für den Kreis Pinneberg, der das Museum der Stadt Barmstedt betrieblich verwaltet, und sein Helferteam freuten sich. „Wir präsentieren im Museum etwa Funde aus der Frühgeschichte, geborgen aus den umliegenden Mooren, die Geschichte der Rantzau-Grafen, die dort wohnten, die Entstehung des Rantzauer Sees, wir zeigen anschaulich das hiesige Handwerk, besonders das der Schuhmacher“, sagte er. Das Museum selbst sei im ehemaligen königlich preußischen Amtsgericht untergebracht. Die insgesamt 1,2 Millionen Museums-Cards sind in den einzelnen Museen erhältlich, weiter bei Jugendverbänden, Büchereien und Tourismusbüros. Die Idee stammt vom Landesjugendring Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, den Sparkassen, dem Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg sowie den Verkehrsunternehmen im nördlichsten Bundesland. Nähere Informationen gibt es im Internet.

Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) freute sich über die Aktion. „Das ist sehr positiv und trägt dazu bei, dass die Schlossinsel noch attraktiver wird“, sagte sie. Auch die Barmstedter Stadtvertreter halten das Museum für wichtig: Sie haben vor kurzem grünes Licht für den verbesserten Brandschutz im Museum gegeben. Für knapp 10000 Euro sollen unter anderem eine Brandmeldeanlage eingebaut, die Feuerlöscher ausgetauscht, Stützen im Flur abgesichert, der Fluchtweg gekennzeichnet und die Ehrenamtlichen im Brandschutz ausgebildet werden. „Das ist eine sehr sinnvolle Investition, zumal das Museum wieder regelmäßig geöffnet ist“, sagte Claus-Peter Jessen (Grüne). Bei einer Enthaltung stimmten alle Stadtvertreter den Maßnahmen  zu.

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