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Mit Kommentar aus der Redaktion : Mühlentag in Barmstedt mit Parkgebühr

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Autofahrer müssen auf dem Parkplatz an der L110 zahlen. Der Grund: Verkehrschaos.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Wer am Pfingstmontag, 5. Juni, mit dem Auto zum Mühlentag oder zum Skulpturenpark am Rantzauer See in Barmstedt fahren will, sollte sich einen Euro bereitlegen: Die Stadt wird dort in diesem Jahr erstmals Parkgebühren verlangen. Das hat Verwaltungssprecher Wolfgang Heins mitgeteilt. In den vergangenen Jahren sei es am Pfingstmontag wegen der beiden zeitgleichen großen Veranstaltungen auf dem Parkplatz an der Pinneberger Landstraße (L110) zu großen Problemen bei der Verkehrs- und Parkplatzsituation gekommen, so Heins. Es seien Ein- und Ausfahrten zugeparkt sowie Geh-, Radwege und die Grünstreifen an der L75 (Spitzerfurth) und L110 zum Parken genutzt worden. Die extra aufgestellten Halteverbotsschilder seien missachtet worden, so Heins.

Die Stadtverwaltung habe sich deshalb in Abstimmung mit der Polizei und den Organisatoren der Veranstaltung entschieden, in diesem Jahr mit einem Parkplatzmanagement auf dem Hauptparkplatz Pinneberger Landstraße auf die Situation zu reagieren, berichtete Heins. Ordner würden den Autofahrern Stellplätze zuweisen und sie auf weitere Stellflächen hinweisen, sollte der Parkplatz voll sein. Weitere kostenlose Parkplätze befinden sich an der Seestraße oder in der Innenstadt, von wo aus die Veranstaltungen problemlos zu Fuß erreichbar sind, so der Stadtsprecher. Gleichzeitig bittet er um Verständnis für die Maßnahmen, „ohne die ein reibungsloser Besucherverkehr aber leider nicht möglich ist“.

Volles Programm von 10 bis 18 Uhr

Der Mühlentag beginnt um 10 Uhr. Bis 18 Uhr erwartet die Besucher rund um das historische Bauwerk ein abwechslungsreiches Programm. Im Mühlenkeller zeigt eine „Wandbemalung mit Augenzwinkern“ die Geschichte des Bauwerks. „Hier sieht und hört man die alte und neue Wasserrad-Antriebstechnik aus dem Jahre 1864 in Funktion“, so Mühlenbesitzer Reimer Mohr, der den Tag zusammen mit seiner Familie und Helfern organisiert. In der Schleusenscheune wird der Kulturverein Tornesch historische Filme über die Landwirtschaft zeigen, und in der ehemaligen „Mode-Mühle“ gibt die Geschichtswerkstatt Barmstedt Einblick in ihr Archiv.

Für Oldtimer-Fans werden vor der Mühle historische Trecker gezeigt, und für Tierliebhaber präsentiert der Geflügelzuchtverein Barmstedt eine „lustige Geflügelschau“. Kinder können auf Ponys reiten, am Steuer eines Treckers mitfahren oder mit einer Hand-Quetsche frische Haferflocken herstellen. Außerdem werden wieder das beliebte Mini-Wasserrad und die Kupfer-Münzpräge für die „Rantzau-Münze“ aufgestellt, so Mohr. An zwei Mühlenmodellen können die Besucher zudem Weizen und Roggen mahlen.

Zur Erfrischung wird die „Eis-Bahn“ auf dem Mühlengelände Station machen, und für Stimmung werden die „Moneybrothers“ mit Live-Musik sorgen. Der Festplatz an der Schleuse sei teilweise überdacht, so Mohr. Und auch die Organisatoren ahnen, dass der Parkplatz an der L110 schnell voll sein wird. Sie raten daher, „auch die Parkplätze in der Stadt aufsuchen – es ist ein kurzer, schöner Weg von dort bis zum See und der Mühle“.
 

Kommentar: Gute Entscheidung

Das Land hat schon lange darauf gedrängt: So lange  Barmstedt keine Parkgebühren erhebt, werden die Fehlbedarfszuweisungen nicht in voller Höhe fließen, da nicht alle Einnahmemöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Politik hatte darüber des öfteren diskutiert, um den Haushalt aufzubessern, es aber letztendlich stets abgelehnt – nicht zuletzt wegen der Kosten für die Parkplatzwächter. Nun haben Verwaltung, Polizei und Veranstalter aus anderen Gründen entschieden, eine Parkgebühr einzuführen: um den Verkehr besser zu regulieren. Wenn es so gelingt, die teils chaotischen Zustände in den Griff zu bekommen,  ist diese Maßnahme zu begrüßen, selbst wenn am Ende kein großer Gewinn dabei herauskommt. Zumal der Preis moderat ist: Den  Veranstaltungsbesuchern, die mit dem Auto kommen, dürfte der eine Euro nicht wehtun. Und wem es doch zu viel ist, der macht sich vielleicht mal zu Fuß, per Rad oder mit der Bahn auf den Weg. (Elisabeth Meyer)

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