SHMF in Barmstedt : Mozart aus verschiedenen Blickwinkeln

Das Ensemble „4 to 1“ nimmt das Leben Mozarts unter die Lupe.
Das Ensemble „4 to 1“ nimmt das Leben Mozarts unter die Lupe.

Konzerttheater über das Leben Mozarts mit dem Streichquartett „4 to 1“ in der Kulturschusterei

shz.de von
01. August 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Klassik im Sommer – damit verbinden viele Musikfreunde aus der Region und darüber hinaus das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF). Doch vielfach sind die jeweiligen Konzerte bereits lange im Vorfeld ausverkauft, so dass vor allem Kurzentschlossene in diesen Wochen auf einen derartigen Kulturgenuss verzichten müssen. Für Klassik- und vor allem auch Mozart-fans, gibt es aber in nicht allzu ferner Zukunft eine überaus sehens- wie hörenswerte Alternative in der Schusterstadt, denn die Kulturschusterei, Am Markt 16, organisiert für Donnerstag, 20. September, ein erneutes Gastspiel des Streichquartetts 4 to 1. Überschrieben ist der Abend mit „Mozart - Ein Konzerttheater von dem Streichquartett ,4 to 1’“.

Über ein Leben voller Widersprüche

Der Besuch der Veranstaltung kann sich für den Klassik-Freund überaus lohnen, denn er erlebt in Klang und Wort die herrliche Vielseitigkeit und Widersprüchlichkeit eines der begnadesten Künstler der Welt: Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791). Und das aus verschiedenen Blickwinkeln.

So wird Sarah Kattih als Constanze Mozart über sein Leben, sein Lieben und Leiden berichten. Außerdem wird aus mehreren Briefen Mozarts sowie aus Theaterszenen von Peter Shaffers Stück „Amadeus“ zitiert - dieses Werk diente als Vorlage für den vielfach preisgekrönten Spielfilm „Amadeus“ mit Tom Hulce in der Regie von Milos Formann aus dem Jahr 1984.

Das Ensemble – außer der Schauspielerin Sarah Kattih bestehend aus Matthias Brommann (Violine), Katharina Kowalski (Violine), Daniela Frank-Muntean (Viola) und Albert Vila (Cello) – verdeutlicht die Vielseitigkeit und Widersprüchlichkeit des berühmten österreichischen Komponisten aus der Epoche der Wiener Klassik neben Schauspiel und Rezitation auch durch Musik. Dabei wird spürbar, dass die Kompositionen Mozarts auf eine einzigartige Weise Freude und Schmerz miteinander verschmelzen. Seine Briefe sind darüber hinaus ein beeindruckendes Zeugnis seiner alltäglichen Lebensumstände: witzig, derb, ehrlich, stets sprühend vor Leben. Sie gewähren einen Einblick in Menschliches und allzu Menschliches hinter der Fassade des genialen Komponisten. Beginn ist um 20 Uhr. Karten gibt es jeweils für 17,60 Euro über die Homepage der Kulturschusterei.

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