Barmstedt : Motor aus: Die Schilder sind da

Schwer zu finden - die neuen Hinweisschilder vor den Bahnübergängen (oben rechts im Bild).
Schwer zu finden - die neuen Hinweisschilder vor den Bahnübergängen (oben rechts im Bild).

Seit Montag stehen die etwa 1000 Euro teuren Hinweistafeln – allerdings sind sie so klein, dass sie kaum auffallen.

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18. November 2014, 16:00 Uhr

Barmstedt | Jahrelang haben Barmstedts Politiker auf sie gewartet – jetzt sind sie da: die „Motor-Aus-Schilder“ für die vier innerörtlichen Bahnübergänge. Seit Montag stehen die etwa 1000 Euro teuren Hinweistafeln unter anderem am Nappenhorn – allerdings sind sie so klein, dass sie kaum auffallen. „Wir hoffen, dass es trotzdem was bringt“, sagte Verwaltungssprecher Wolfgang Heins. Die ersten Schilder, die der Stadt geliefert worden waren, hatte der Kreis beanstandet: Sie seien zu groß. Vorgeschrieben sei der Hinweis auf den abzustellenden Motor nicht, sagte Heins. „Es ist eine zusätzliche Erinnerung.“

Zu groß: Die Schilder-Posse von Barmstedt

Vor zwei Jahren hat Barmstedt acht „Motor-Aus“-Schilder gekauft. In der Annahme, sie bald darauf vor den innerörtlichen Bahnübergängen aufstellen zu dürfen. Doch daraus wurde nichts: Erst dauerte es mehr als ein Jahr, bis ein Termin zwischen Stadt, AKN und der Straßenverkehrsbehörde des Kreises zustande kam, die die Schilder genehmigen muss. Nachdem das endlich gelungen war – und die Politiker wiederholt nachgefragt hatten –, waren sie der nächsten Ohnmacht nahe: „Der Kreis hat entschieden, dass wir die Schilder nicht aufstellen dürfen“, berichtete damals Peter Knaak (Verwaltung) im Umweltausschuss. Begründung: „Sie sind zu groß.“

Die Verwaltung habe die 900 Euro teuren Schilder auf Empfehlung einer Fachfirma gekauft, sagte Knaak. „Maße wurden uns nicht genannt.“ Mit der Folge, dass die Schilder mit etwa 46x84 Zentimetern doppelt so groß ausfielen, wie der Kreis erlaubt. Das sei „ja wohl ein Husarenstück“, sagte Ernst-Reimer Saß (CDU). „Können wir sie gegen kleinere tauschen?“, fragte Axel Schmidt (FWB). Das sei nicht möglich, sagte Knaak. Die Verwaltung werde aber jetzt „möglichst günstig maßgerechte Schilder organisieren“.

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