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Meierei in Barmstedt evakuiert : Mit Video: Ammoniakalarm - gefährliche Chemikalie ausgetreten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In der Nacht auf Freitag ist gefährliches Ammoniak ausgetreten. Bewohner in der Nähe des Großbetriebs wurden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 09:41 Uhr

Barmstedt | Ausgetretenes Ammoniak hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz in Barmstedt geführt. Personen wurden nicht verletzt. Die Ursache und die Schadenshöhe sind unklar. Mitarbeiter eines Betriebes hatten den Schaden am Donnerstag um 23.46 Uhr über den Notruf 112 gemeldet. Die Leitstelle in Elmshorn entsandte daraufhin einen Zug der FreiwilligenFeuerwehr Barmstedt, eine Teileinheit des ABC-Dienstes/LZG Kreis Pinneberg sowie einen Rettungswagen und einen Notarzt.

Ammoniak geht bei Raumtemperatur in einen gasförmigen Zustand über. Es hat einen stechenden Geruch und eine leicht ätzende Wirkung.

Während der Notarzt schnell wieder einrücken konnte, wurde die Feuerwehrkomponente im Einsatzverlauf um Vollalarm für die primär alarmierten Einheiten sowie Alarm für die FF Groß Offenseth-Aspern erhöht. Die erste Erkundung ergab eine Bestätigung des Meldebildes vom Notruf: In einem 20 Quadratmeter großen Raum war das bei einer Temperatur von -30 Grad Celsius flüssige Ammoniak ausgetreten. Die 19 Mitarbeiter des Betriebes hatten diesen bereits unverletzt verlassen.

Der ABC-Dienst/LZG nahm in Windrichtung im angrenzenden Stadtgebiet (u.a. Stettiner Straße, Danziger Straße, Krützkamp) mehrfach Messungen auf Ammoniak vor.

Der ABC-Dienst/LZG nahm in Windrichtung im angrenzenden Stadtgebiet (u.a. Stettiner Straße, Danziger Straße, Krützkamp) mehrfach Messungen auf Ammoniak vor.

Foto: Christian Uthoff
 

Sie verbrachten die Zeit in der Kantine in einem Nebengebäude. Ammoniak geht bei Raumtemperatur in einen gasförmigen Zustand über. Es hat einen stechenden Geruch und eine leicht ätzende Wirkung. Der betroffene Raum konnte nur von Kräften in Chemikalienschutzanzügen (CSA) betreten werden. Denen gelang es, einen weiteren Austritt zu unterbinden. Der Raum wurde anschließend mit Hilfe von Drucklüftern belüftet. Gleiches galt für einen Teil des weiteren Firmengebäudes. Der ABC-Dienst/LZG nahm in Windrichtung im angrenzenden Stadtgebiet (u.a. Stettiner Straße, Danziger Straße, Krützkamp) mehrfach Messungen auf Ammoniak vor. Der Geruch war hier deutlich wahrnehmbar,die Messwerte lagen aber immer unterhalb einer gesundheitsgefährdenden Schwelle. Trotzdem wurde die Bevölkerung - unter anderem über Radio und soziale Medien - aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der LZG Kreis Steinburg lieferte noch in der Nacht zusätzlich benötigte Prüfröhrchen. Der Einsatz wurde um 6.40 Uhr am Freitagmorgen beendet.

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