Jan Plewka zu Gast : Mit Songs von Selig bis Rio Reiser in Barmstedt

Begeisterten mit einem geglückten Auftritt: Marco Schmedtje (lks.) und Jan Plewka.
Begeisterten mit einem geglückten Auftritt: Marco Schmedtje (links) und Jan Plewka.

In der Kulturschusterei war am Wochenende volles Haus. Das Unplugged-Konzert lockte viele Besucher an.

shz.de von
22. Januar 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Sie sind als eine der Ersten da und sichern sich Plätze in der ersten Reihe. Meike und Barry Fügner aus Bokholt-Hanredder wollen nichts verpassen und ganz nah dran sein. Beide feiern sie ihren Geburtstag, sie mit einem Tag Verspätung, er hat seine Geburtstagsfeier in die Kulturschusterei verlegt.

„Ich bin seit 25 Jahren Fan von Jan Plewka. Die Band ,Selig’ ist mein Ding von Beginn an gewesen“, so Barry Fügner. Was sie von diesem Konzert erwarten? „Unplugged, stilvolle Musik mit sehr guten Texten, einfach eine Session mit Atmosphäre.“ Und so erlebten sie in einem vollen Saal ein seit Wochen ausverkauftes Konzert mit Jan Plewka und Marco Schmedtje.

Plewka, der mit seiner Band „Selig“ Mitte der 90er zum Besten und Erfolgreichsten gehörte, was die deutsch-sprachige Musikszene zu bieten hatte, wird an diesem Abend von seinem langjährigen Freund Marco Schmedtje an der Gitarre begleitet. Mit dem Lied „Old friends“ eröffnen sie den Abend, dann aber geht es überwiegend auf Deutsch weiter. Die Reihenfolge der Titel, die gespielt werden bestimmt das Publikum. Aus einem Stoffbeutel lässt Plewka die Besucher Zettel ziehen, auf denen die Titel vermerkt sind.

Aussagestarke Texte

„Ihr seid gute Zieher, das sind ja alles Top-Titel“, so Plewka, der mit der Auswahl der Stücke sehr zufrieden ist. Mit den sehr aussagestarken deutschen Texten baut sich so Stück für Stück eine immer entspanntere Atmosphäre auf. Gefühlvolle Balladen wechseln sich ab mit rockigen Nummern, gesungen werden Lieder von Rio Reiser und „Ton, Steine, Scherben“ ebenso wie auch eigene Stücke. Das Publikum besonders in den ersten Reihen ist textsicher und so bezieht sie Plewka auch immer wieder mit in den Gesang ein. Eine, die viele Veranstaltungen in der Kulturschusterei miterlebt, ist Constanze Riebesell. „Ich bin irgendwann einmal hergekommen, fand das große Klasse und seit dem bin ich ehrenamtlich dabei und helfe“, so Riebesell, die hinterm Tresen Getränke verkauft. Was gespielt wird, ist ihr eigentlich egal, Hauptsache es sind viele Besucher da. „Heute Abend sehe ich viele bekannte Gesichter. Besucher aus Elmshorn, Quickborn und auch aus Hamburg sind da. Das zeigt mir, dass sich die Kulturschusterei langsamen einen Namen macht und da das bei mir eine Herzensangelegenheit ist, bin ich doch gern dabei“, erklärt sie ihr Engagement.

Gegen Ende des Konzertes kommen dann auch noch die Highlights wie „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel und zum Schluss „Es ist vorbei Juni-Mond“ von Rio Reiser. Bevor nach 90 Minuten der Abend endet, freut sich das inzwischen stimmgewaltige Publikum dann noch an einigen Zugaben.

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