Rantzauer See : Mit Lasertechnik gegen Blaualgen

Die Blaualgen treten vor allem im Uferbereich des Rantzauer Sees auf.
Die Blaualgen treten vor allem im Uferbereich des Rantzauer Sees auf.

In Barmstedt wird die Schließung des Bades bedauert - die Entscheidung der Stadtwerke sei aber nachvollziehbar.

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18. Juli 2014, 12:00 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter Verwaltung hat mit Bedauern auf die Schließung des Strandbads Rantzauer See reagiert. „Das ist für die Badefreudigen ausgesprochen schade“, so Pressesprecher Wolfgang Heins. Die Entscheidung der Stadtwerke sei aber nachvollziehbar: „Gesundheitsgefahren müssen ernst genommen werden.“ Zurzeit könne man die Bürger nur um Geduld bitten, bis eine Freigabe wieder ohne Bedenken ausgesprochen werden könne, so Heins weiter. Wobei die derzeitige Wetterlage nichts Gutes vermuten lasse, „denn das heiße Wetter begünstigt offensichtlich die Algenbildung“. Heute und in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen auf mehr als 30 Grad steigen.

Um die Wasserqualität des Rantzauer Sees nachhaltig zu verbessern, habe die Stadt vor kurzem ein Angebot der Technischen Universität (TU) Hamburg-Harburg angenommen, berichtet Heins: Im Rahmen eines Forschungsprojekts erproben Mitarbeiter des Instituts für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz ein neues Verfahren, das eine Behandlung des Wassers mit Lasertechnologie beinhalte. „Wir hoffen, mit diesen Maßnahmen zu Ergebnissen zu kommen, die die Blaualgenbildung künftig wirksam unterbinden“, so Heins. Darüber hinaus habe die Stadt ein Monitoring bei einem Fachbüro in Auftrag gegeben. „Dieses Büro untersucht die Qualität des Wassers laufend und stellt Einträge von Fremdstoffen fest“, so Heins.

In erster Linie müsste die Anzahl der Gänse verringert werden, hatte ein anderes Gutachterbüro festgestellt (wir berichteten). Versuche, die Vögel mit Angstschreien und einer Minidrohne zu vergrämen, seien jedoch gescheitert, berichtete Heins. „Immer, wenn es versucht werden sollte, waren keine Gänse da.“ Ab August dürften sie aber im Umland wieder bejagt werden. „Und die Jäger stehen dafür sozusagen Gewehr bei Fuß.“

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