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Früher als geplant : Mit Kommentar: Wieder freie Fahrt auf der L75

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Zahl der Baustellen in der Region Barmstedt verringert sich: Vier Wochen früher als geplant – will der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Itzehoe die Landesstraße 75 zwischen Heede und Hoffnung wieder freigeben.

Heede/Langeln | Genau 347 Tage ist es her, dass auf der Landesstraße 75 (L75) zwischen Heede und Hoffnung die Bagger anrollten. Außer während der Winterpause war die direkte Verbindung von Barmstedt zur Bundesstraße 4 (B4) wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten gesperrt. Nun steht das 6,1-Millionen-Euro-Projekt vor dem Abschluss: Wie Kai-Uwe Schacht, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) Itzehoe auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, soll die L75 im Laufe des Freitagnachmittags wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben werden.

Das Ende der Bauarbeiten war eigentlich erst für den 30. Juni geplant gewesen. „Wir sind vier Wochen früher fertig als geplant“, so Schacht. Die Bilanz des LBV zum Bauprojekt fällt daher sehr positiv aus: „Es hat alles gut funktioniert.“ Zum schnellen Fortschritt des Projekts habe unter anderem auch der Winter seinen Teil beigetragen. „Er war nicht so extrem, eigentlich war es kein richtiger Winter“, so Schacht. Auch die verhältnismäßig kühlen Temperaturen im April und Anfang Mai hätten sich nicht auf die Arbeiten ausgewirkt. Schacht lobte zudem die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dem Amt Rantzau, der Polizei und den weiteren Behörden. „Das war vorbildlich“, sagte der Leiter des LBV Itzehoe. Genauso sei es bei den Anliegern gewesen. „Die Zusammenarbeit war konstruktiv und positiv. Das ist nicht immer so. Dafür ein großes Dankeschön“, sagte Schacht.

Auch Heedes Bürgermeister Reimer Offermann, der regelmäßig an den Baubesprechungen teilgenommen hat, zog ein positives Fazit nach den Arbeiten. „Ja, es gab natürlich Einschränkungen für Anlieger, gerade in den ersten Wochen“, berichtete er. Auch die Landesstraße 111 zwischen Heede und Hemdingen, die als Umleitungsroute diente, sei wegen des starken Verkehrs deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Absprachen mit den Baufirmen hätten aber gut geklappt. Und auch die Schülerbeförderung sei während der Baustellenzeit reibungslos verlaufen, so Offermann weiter. „Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein haben schnell auf die veränderte Situation reagieren können. Das hat gut geklappt. Alle Schüler sind pünktlich zur Schule gekommen.“ Das letzte Mal, so Offermann, sei die L75 Mitte der 1960er Jahre grundlegend saniert worden. „Wenn die neue Straße so lange hält, können wir alle zufrieden sein.“

Bis die L75 wieder freigegeben wird, sollen laut Schacht noch Restarbeiten erledigt werden. Im Kreuzungsbereich von B4 und L75 sollte die Baustelle schon gestern zurückgebaut werden. Auch auf den Seitenstraßen sollen die Sperrungen im Laufe der nächsten Tage aufgehoben werden. Nur die Straße Auf dem Bek in Langeln werde für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben, bis die L75 wieder freigegeben sei.

Abgebaut werden laut Schacht und Offermann auch die Bedarfsampel am Bilsener Weg in Hemdingen und die Ampelanlage an der Einmündung von Heeder Damm, Hoffnunger Chaussee und Hemdinger Chaussee gegenüber dem Gasthof „Heeder Damm“ in Heede. Die Ampel an der Grundschule im Hemdinger Dorfkern bleibe allerdings weiterhin stehen. Grund dafür sind die Bauarbeiten an der L75 in Barmstedt. Die entsprechende Umleitung führt unter anderem über Hemdingen.

Rückblick: Während der ersten Wochen des Bauprojekts wurden im Sommer vergangenen Jahres der Radweg an der L  75 in Heede und die Ortsdurchfahrt saniert.
Rückblick: Während der ersten Wochen des Bauprojekts wurden im Sommer vergangenen Jahres der Radweg an der L 75 in Heede und die Ortsdurchfahrt saniert. Foto: Christian Uthoff
 

Die Kreuzung von B4 und L75 sei während der Bauarbeiten nicht verändert worden, so Schacht weiter. Bevor eine Linksabbiegerspur von der L75 auf die Bundesstraße 4 in Hoffnung – wie unter anderem aus Langeln gewünscht – eingerichtet werde, müssten zuerst die Verkehrszahlen überprüft werden, so Schacht. Eine Zählung habe man wegen der Sperrung aber nicht durchführen können. Belastungsfähige Zahlen seien ohnehin erst dann zu erhalten, wenn die Bauarbeiten im Raum Barmstedt beendet seien.

Auch wenn das 5,7 Kilometer lange Teilstück ab Freitag zwischen Heede und Hoffnung wieder durchgängig befahrbar ist, müssen sich Heede und Langeln noch einmal auf Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten einstellen, wenn die Hamburger Straße in Barmstedt saniert wird. Laut LBV ist das in zwei Bauabschnitten zwischen dem 24. Juli und 28. August geplant.

Kommentar: Das große Chaos bleibt aus

Mit dem Abschnitt zwischen Heede und Hoffnung ist das zweite große Stück der Landesstraße 75 zwischen Elmshorn und der B4 fertig saniert worden. Bereits im vergangenen Jahr waren die Arbeiten im Westen  Barmstedts und Vossloch beendet worden. Die Bilanz nach zwei von vier Baustellen fällt durchaus positiv aus: Die Endtermine wurden eingehalten und die Zusammenarbeit der Beteiligten klappte. Auch ein wegen der vielen weiteren Baustellen befürchtetes großes Verkehrschaos blieb aus.
Beeinträchtigungen gab es natürlich: Gerade die Hemdinger hatten in den vergangenen elf Monaten mit dem starken Verkehr im Ort zu kämpfen. Während der Stoßzeiten kam es zudem immer wieder zu Staus auf dem Bilsener Weg und der Reesenhöh. Die Ampeln in der Gemeinde haben sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten aber bewährt und waren die richtige Lösung. Der Verkehr fließt, wenn auch langsam.
Und auch die Sanierung der L75 in Barmstedt hat bislang kein Chaos ausgelöst. Zwar hat der Verkehr in der City merkbar zugenommen, dennoch fließt der Verkehr weiterhin – auch dank der Einbahnstraße in der Innenstadt. (Christian Uthoff)

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erstellt am 01.Jun.2017 | 12:00 Uhr

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