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Nahverkehr in Barmstedt : Mit der A3 alle 30 Minuten nach Ulzburg

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Nahverkehrsplan schlägt mehr AKN-Züge zwischen Barmstedt und Henstedt-Ulzburg vor. Innerstädtischer Busverkehr sei „nicht sinnvoll“.

Barmstedt | Zwischen Barmstedt und Elmshorn fährt die AKN auf der Linie A3 werktags bereits jetzt alle 30 Minuten. Wenn es nach dem Land geht, könnte dieser Takt auf den Abschnitt zwischen Barmstedt und Henstedt-Ulzburg ausgeweitet werden. Dort fährt die A3 bislang überwiegend nur einmal pro Stunde.

Der Vorschlag, den Takt zu verdichten, stammt aus dem Regionalen Nahverkehrsplan (RNVP), den die Südholstein Verkehrsgesellschaft (SVG) verfasst hat. Deren Sprecher Claudius Mozer betonte allerdings auf Anfrage unserer Zeitung, dass es sich „beim Szenario + 50 Prozent lediglich um einen visionären Denkanstoß handelt – mehr nicht“. Auch die AKN hält sich beim Thema ,Taktverdichtung auf der A3’ zurück. „Das ist ein reines Zukunftsszenario“, sagte Unternehmenssprecherin Christiane Lage-Kress auf Anfrage unserer Zeitung. Die AKN habe am RNVP nicht im Vorwege mitgewirkt, sondern sei erst nach der Erstellung der ersten Fassung um Stellungnahme gebeten worden. Da der Vorschlag weit in der Zukunft liege, „haben wir eine konkrete Umsetzbarkeit noch nicht geprüft“.

Und wenn man bedenke, dass die Fahrgastzahlen im Bereich des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) pro Jahr um etwa ein Prozent stiegen, „dann kann man sich ausmalen, um welchen Zeitraum es geht“, so Lage-Kress. Ob die Taktverdichtung tatsächlich irgendwann umgesetzt wird, entscheide letztlich das Land.

Generell gewährleiste die Linie A  „die Erschließung des Achsenzwischenraums Henstedt-Ulzburg – Barmstedt – Elmshorn und stelle eine besondere Einbindung des Unterzentrums Barmstedt mit zwei Haltepunkten sicher, so dass das Stadtgebiete durch die Linie A3 sehr gut durch erschlossen“, heißt es im RNVP. Die Verbindung zwischen Barmstedt und Quickborn sei über die Buslinie 294 gesichert, und vier weitere Buslinien stünden für Schülertransporte zur Verfügung. Teile des südlichen Stadtgebiets lägen allerdings außerhalb des Einzugsbereichs der AKN-Haltestellen, „so dass die ausreichende Verkehrsbedienung nur für knapp 70 Prozent der Bevölkerung gewährleistet ist“, heißt es im RNVP. Der Aufbau eines eigenständigen Stadtverkehrs mit Bussen, um auch die übrigen Bürger besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden, sei aber „nicht wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten“.

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erstellt am 15.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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