Barmstedt : Protest gegen Hundesteuer

Etwa 80 Hundehalter und etliche Vierbeiner hatten sich zur Demo vor dem Rathaus versammelt. Wie von den Organisatoren Ricarda und Ulf Walhorn erhofft, blieb die Stimmung friedlich – und auch die Hunde bekamen sich nur einmal kurz in die Haare.
Etwa 80 Hundehalter und etliche Vierbeiner hatten sich zur Demo vor dem Rathaus versammelt. Wie von den Organisatoren Ricarda und Ulf Walhorn erhofft, blieb die Stimmung friedlich – und auch die Hunde bekamen sich nur einmal kurz in die Haare.

Auch wenn 80 Halter vor dem Rathaus demonstrieren – die Stadtvertreter bleiben hart. Die Hundesteuer wird im März erhöht.

shz.de von
13. Februar 2014, 12:01 Uhr

Barmstedt | 80 Hundehalter haben am Dienstagabend vor dem Barmstedter Rathaus gegen die geplante Erhöhung der Hundesteuer protestiert. Doch es nützte nichts: Die Stadtvertreter beschlossen in der anschließenden Sitzung mehrheitlich, die Steuer zum 1. März 2014 anzuheben. Der erste Hund wird künftig 96 statt 84 Euro kosten. Ab 2015 werden es 108, ab 2016 120 Euro sein. Für Besitzer von zwei und mehr Hunden wird es noch teurer: Die Steuer steigt ab März auf 240 beziehungsweise 360 Euro. Die Politiker begründeten die Erhöhung mit den Sparvorgaben des Landes. Die Verwaltung wurde aber gebeten, eine Sozialstaffel zu erarbeiten.

Die Hundebesitzer, die zur Demo  ihre Vierbeiner mitgebracht hatten, machten ihrem Ärger auch während der Einwohnerfragestunde Luft. „Wie soll Oma Müller das noch bezahlen?“, fragte Christine Berg. Ricarda Walhorn überreichte Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB) eine Liste mit etwa 80 Unterschriften von Hundehaltern, die sich gegen die Erhöhung aussprechen. „Brauchen Sie jetzt noch eine neue Stelle im Rathaus, um zu prüfen, ob alle Hunde  korrekt angemeldet sind?“, fragte sie. Um die Erhöhung rückgängig zu machen, bliebe den Besitzern als äußerstes Mittel wohl nur ein Bürgerentscheid, sagte Kahns.

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