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Gefällte Bäume der L110 : „Die Straße ist einfach zu schmal“

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Bürgermeister von Ellerhoop und Bevern befürworten einen raschen Ausbau der L110. Schließlich haben sie „Jahre darauf gewartet“.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Bevern/Ellerhoop | Ende des Sommers soll der  Ausbau der Landesstraße 110 (L110) zwischen Bevern und Ellerhoop starten. Kritik kam vor Kurzem von Seiten eines Beverners: Er hatte die umfangreichen Fällarbeiten entlang der Strecke moniert und bedauert, dass der Allee-Charakter der Straße verschwunden sei. Die Bürgermeister von Bevern und Ellerhoop erklärten jetzt auf Anfrage, innerhalb  ihrer Gemeinden habe es bislang keine weitere Kritik von Bürgern gegeben. „Ich habe von Ellerhooper Bürgern keine negativen Reaktionen gehört“, sagt Bürgermeisterin Wiebke Uhl. Und auch  Johann Hachmann berichtet, auf ihn sei bislang kein Anwohner zugekommen. „An mich ist niemand heran getreten“, so der Bürgermeister von Bevern.

Der Ausbau des 2,7 Kilometer langen Teilstücks der Straße soll nach Angaben von Kai-Uwe Schacht, Leiter der Niederlassung Itzehoe des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, etwa 2,5 Millionen Euro kosten. Derzeit rechne er damit, dass die Bauarbeiten im September beginnen können. Als Bauzeit seien vorerst acht Monate veranschlagt. „Wir sind froh, dass die Mittel jetzt zur Verfügung stehen“, so Schacht. Das berichten auch die beiden Bürgermeister: „Wir haben Jahre darauf gewartet, dass die Straße verbreitert wird“, sagt Uhl. „Es wird Zeit, dass die Enge beseitigt wird.“ Ziel ist es laut Schacht, die Fahrbahn auf 6,50 Meter zu erweitern. „Das ist auch noch nicht so üppig“, erläutert er. Derzeit sei die Straße unterschiedlich breit, im Durchschnitt sind es 5,80 Meter. Vor allem in den engen Kurvenbereichen soll es Aufweitungen geben.

In dem Abschnitt habe es in der Vergangenheit immer wieder schwere Unfälle gegeben, betonen beide Bürgermeister. „Es ist schade um die Bäume. Für mich steht aber die Sicherheit an erster Stelle, die vielen Unfälle sprechen eine deutliche Sprache“, sagt Hachmann. „Die Straße ist einfach zu schmal.“ Das sieht auch Uhl so: „Da gibt es keinen Spielraum mehr.“  Schacht berichtet sogar davon, dass bereits Autofahrer mit ihren Außenspiegeln aneinander geraten seien. Bei Nässe würde zudem die Bankette schnell aufweichen, Autofahrer landeten so  im Graben, meint Uhl. „Es ist ein Einschnitt in die Natur“, sagt sie über die laufenden Fällarbeiten. Aber es werde ein Ausgleich dafür geschaffen.

Nach Angaben von Schacht sollen entlang der verbreiterten Fahrbahn neue Bäume gepflanzt werden. Es sei ein entsprechender Pflanzstreifen von etwa 950 Metern Länge geplant. Derzeit werde an den Detailplanungen für den Straßenausbau gearbeitet. „Erst einmal werden die Arbeiten ausgeschrieben, dann erfolgt die Auftragserteilung“, berichtet er. Als Zeitpunkt nennt Schacht dafür den Mai oder Juni. Läuft alles einwandfrei, könne im September mit den Arbeiten begonnen werden, die bis ins Jahr 2015 andauern werden.

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