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Barmstedt : Meierei-Lärmgutachten: Die Entscheidung ist vertagt

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Stadtvertreter beschließen: Vor einer Überprüfung der Gutachten soll die Verwaltung die dafür notwendigen Kosten ermitteln.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2016 | 13:00 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter Stadtvertreter haben die Entscheidung über diePrüfung der Meierei-Lärmgutachten vertagt. Zunächst sollen die Kosten ermittelt werden, die dafür anfallen würden, entschieden die Politiker am Dienstag einstimmig. Wie berichtet, hatte der Umweltausschuss der Stadtvertretung empfohlen, die Gutachter durch einen Sachverständigen auf ihre Gültigkeit überprüfen zu lassen.

Bei den Gutachten geht es in erster Linie darum, ob die zulässigen Höchstgrenzen für den Lärm, der von der Meierei ausgeht und auf die Anwohner einwirkt, eingehalten werden.

Doch die Empfehlung einfach zu übernehmen, könnte im Hinblick auf die Kosten „ein Fass ohne Boden werden“, warnte CDU-Fraktionschef Hauke Johannsen. In Anbetracht der „desolaten Haushaltslage“ schlug er daher vor, die Gutachten zunächst intern von der Verwaltung und dem zuständigen Ministerium prüfen zu lassen und – sollte das nicht ausreichen – dann die Kosten für einen externen Sachverständigen zu ermitteln.

Viele „quälende Fragen“ der Anwohner hätten sich allerdings mit Hilfe der Behörden bislang nicht klären lassen, gab Axel Schmidt (FWB) zu bedenken. „Außerdem muss man auch die Emissionen und nicht nur die Imissionen betrachten – und das können wir nicht mit Bordmitteln.“ Zudem werde ein Gutachter „nicht mehr als eine vierstellige Summe kosten“, sagte er.

BALL warnt vor Verzögerung

Helmut Welk (BALL) kritisierte, eine erneute Beratung „würde alles noch mehr verzögern. Der Antrag der Bürgerinitiative stammt schon aus dem Oktober 2015.“ Letztlich stimmte aber auch er dem geänderten Beschlussvorschlag zu. Die Verwaltung soll demnach jetzt die Kosten für einen Sachverständigen ermitteln. Über das Ergebnis wird der Hauptausschuss voraussichtlich während seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 26. April, beraten.

Bei den Gutachten geht es in erster Linie darum, ob die zulässigen Höchstgrenzen für den Lärm, der von der Meierei ausgeht und auf die Anwohner einwirkt, eingehalten werden. Anders, als von den Anwohnern gewünscht, soll die Feinstaubbelastung durch die Anlieferfahrzeuge nicht untersucht werden.

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