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Jahresrückblick der Feuerwehr : Mehr technische Hilfe als Brände

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedts Feuerwehr muss immer häufiger zu technischen Hilfeleistungen ausrücken. 15.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 12:30 Uhr

Barmstedt | 88 Mal musste die Barmstedter Feuerwehr im vergangenen Jahr zu Einsätzen ausrücken – etwas weniger oft als 2014. Das hat Wehrführer Uwe Schinkel während der Jahreshauptversammlung berichtet. Die Zahl der technischen Hilfestellungen habe die der Brände überstiegen, stellte er fest. Darunter seien Hilfe bei Verkehrsunfällen ebenso gewesen wie die Beseitigung von Bäumen, die auf Straßen und Schienen gestürzt waren. Auch Fehlalarme von Brandmeldern sowie Wasserrohrbrüche und Ölspuren hätten die Wehr beschäftigt, so Schinkel. Von den etwa 20 Feuern sei im Januar 2015 der Großbrand an einem landwirtschaftlichen Gebäude in Bokholt-Hanredder eine Herausforderung gewesen. „Wir waren mit mehreren Nachbarwehren vor Ort; der Einsatz dauerte neun Stunden“, so Schinkel.

Auch an sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen der Stadt habe sich die Wehr beteiligt – etwa am Kinderfest, am Laternenlauf und am Stadtlauf. 2015 sei von den Jubiläen 140 Jahre Barmstedter Feuerwehr und 875 Jahre Stadt geprägt gewesen, so Schinkel. Die Wehr richtete einen Frühschoppen sowie einen Aktionstag aus und beteiligte sich an mehreren Jubiläumsveranstaltungen der Stadt – darunter die NDR-Sommertour auf dem Marktplatz. „Wir waren stets mitten im Geschehen“, sagte Schinkel und weiter: „Am wichtigsten ist uns, zu jeder Tageszeit für die Sicherheit der Bürger einsatzbereit zu sein und uns ständig fortzubilden.“ 2015 hätten die Kameraden etwa 15  000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Atemschutzgerätewart Nico Münster bilanzierte, dass die 21 Atemschutzträger bei 28 Einsätzen Atemschutz getragen hätten – 2014 waren es 41. „Durch die Umstellung auf Composite Atemluftflaschen tragen die Atemschutzträger jetzt sechs Kilo weniger auf dem Rücken“, so Münster. Aus dem Bericht von Gerätewart Peter Huckfeldt ging hervor, dass die Fahrzeuge 2015 insgesamt 10  053 Kilometer gefahren wurden. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liege bei 15 Jahren.

Allen Berichten konnten die Besucher entnehmen, dass mit viel Eigenleistung und Umsicht sowie Augenmaß Geld gespart werden konnte, was den anwesenden Politikern ein anerkennendes Kopfnicken entlockte. Döpke äußerte sich dementsprechend: „Ihr seid eine Stütze für die Stadt und immer da, wenn Gefahr droht – und das unentgeltlich.“ Gutes Material für die Wehr sei wichtig. „Wir arbeiten daran“, sagte sie. Fördervereinsvorsitzende Wolfgang Johannsen nannte die Ziele 2016 für die Unterstützung der Wehr. „Wir haben jetzt 140 Mitglieder und sponsern Sachen, die die Stadt nicht bewerkstelligt“, sagte er. Für dieses Jahr sei der Kauf neuer Zelte für die Jugendwehr, eines großen Grills und eines Defibrillators geplant.

Ehrungen: 40 Jahre in der Wehr ist Jens Rander; seit zehn Jahren sind Nico Münster, Marc Antonius und Hans Otto Fröde dabei. Beförderungen: Zum Oberfeuerwehrmann wurden Mike Gerlach, Tim Stoltenberg, Michelle Raabski und Dennis Baschin befördert. Hauptfeuerwehrmann wurden Jörn Wölk und Clemens Hennig. Löschmeister wurden Jörg Neuber, Dennis Teupke, Matthias Rochel, Julian Lasch, Horst Schlüter, Sören Sommer, Herbert Wittrahm und Nico Münster, Oberlöschmeister Tobias Stabe und Malte Heins, Brandmeister Axel Thieme. In die Ehrenabteilung wechselten Herbert Wittrahm und Leo L’hoest. Aufnahmen: Aus der Jugendwehr traten Kevin Braun und Danny Witt in die Wehr ein. Verpflichtet wurde Claus Bannick, neu aufgenommen wurden Carsten Münz und Jens Eckelmann. Für gute Dienstbeteiligung gelobt wurden Hans Otto Fröde, Mike Gerlach, Sören Sommer, Malte Heins, Michelle Raabski, Hans Henning Vollborn, Danny Witt, Peter Helms, Uwe Schinkel und Axel Thieme. Wahlen: Stellvertretender Zugführer: Peter Huckfeldt, Schriftführer: Fred  Fueller, Kassenwart: Herbert Voigt, stellvertretender Gruppenführer TLF: Mike Gerlach. hpe
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